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Mystik im neuen Heidekrimi „Osterwasser“

Steinhorst Mystik im neuen Heidekrimi „Osterwasser“

„Um 6.33 Uhr erreichte die Polizeiwache ein Notruf: ,Unfall mit blutverschmiertem Fahrer auf der Landstraße bei Sautenholz’.“ 100 Meter entfernt von dem Wagen mit dem toten Mann am Steuer finden die Beamten eine junge Frau, völlig nackt auf einem schwarzen Mantel liegend. Ritualmord am Ostermorgen? Ein Sexualdelikt?

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Legt mit „Osterwasser“ seinen dritten Heide-Krimi vor: Der Steinhorster Hans-Felix Trunkwalter schreibt mit Heimatbezug.
 

Quelle: Christina Rudert

Steinhorst. Mit diesen Fragen schickt der Steinhorster Hans-Felix Trunkwalter den Leser in seinen dritten Heidekrimi: „Osterwasser“. Aber es gibt ja Kriminalkommissar Horst von Niets, von Trunkwalter als Hommage an seinen Heimatort Steinhorst gedacht: Horst wie die zweite Silbe des Ortsnamens, Niets rückwärts gelesen ergibt die erste Silbe. Mit dem „von“ hat der Autor seinen Lebensmittelpunkt noch ein wenig geadelt, „was der schöne Ort mit seiner tollen Dorfgemeinschaft auch verdient hat“, wie der 69-Jährige sagt. Dem Chefermittler zur Seite steht die schöne Chantal Gänsel aus Ostdeutschland.

Die beiden müssen auch in Trunkwalters drittem Krimi wieder diverse Fäden verknüpfen, die zunächst völlig zusammenhanglos scheinen. Welche Rolle spielt der narzistische, jähzornige Gustav Caspers, der im Revier einen enorm hohen Wildbestand hat, vom Verkauf von Abschüssen von Wildschweinen und Hirschen lebt und nicht will, dass sein Wald betreten wird? Welches Geheimnis umgibt die Heilerin Rose Lohmann, die mit ihrem schwarzen Hengst Diabolo durch Caspers Revier reitet, Kräuter sammelt und am Ostermorgen Osterwasser schöpft, das ewige Schönheit verheißt? Ist Ramona Kaminski wirklich Caspers Sexsklavin? Sie führt seinen Haushalt und hat sich vertraglich verpflichtet, ihm auch sonst zu Diensten zu sein. Hermann Venske Junior verliebt sich in Ramona und liegt außerdem mit seinem Nachbarn Caspers im Clinch wegen der immensen Wildschäden in seinem Wald. Und dann kommt Jochen Neumaier, Vater zweier kleiner Kinder, bei einem Wildunfall in Caspers Revier ums Leben.

„Da ist einiges an Konfliktpotenzial“, schickt Trunkwalter seine Leser auf 265 Seiten voller Spannung, Erotik und Jagdwissen.

Krimis schreiben auf dem Hochsitz

Erneut hat Hans-Felix Trunkwalter, Betriebswirt im Ruhestand, seine großen Leidenschaften, die Jagd und das Schreiben, miteinander verbunden. „Die Geschichte spielt auch wieder in der Heide, aber in einem fiktiven Ort und mit fiktiven Figuren – niemand hat Pate für eine der handelnden Personen gestanden“, betont der Steinhorster. Entstanden sind viele Passagen auf dem Hochsitz, das Laptop auf den Knien. Oder in Trunkwalters „Loggia“, wie er sie nennt, „mit Blick in die Natur“.

„Osterwasser“ ist ebenso wie die beiden ersten Heide-Krimis „Die Todesleiter“ und „Blut, Schweiß und Tränen“ erschienen im Hummelshain-Verlag, kostet 12,80 Euro und hat die ISBN-Nummer 9783943-322964. Erhältlich ist es in Gifhorn sowohl bei Bücher Nolte als auch bei Dänzer.

Von Christina Rudert

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