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Marder testen Kabel für Autoindustrie

Hankensbüttel Marder testen Kabel für Autoindustrie

Hankensbüttel. Im Hankensbütteler Otter-Zentrum testet Wildbiologe Hans-Heinrich Krüger für die Autoindustrie Leitungen und Kabel auf Mardersicherheit und Bissfestigkeit.

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Für die Autoindustrie: Wildbiologe Hans-Heinrich Krüger untersucht Kabel im Steinmardergehege des Otter-Zentrums.

Quelle: Philipp Schulze

Seine drei Mitarbeit Kate, William und John sind nachtaktiv und auch sonst eher scheu - sie sind Steinmarder.

Holzbalken, ein Wagenrad, ein ausgedienter Kleinwagen mit offener Motorhaube - das Labor ist eingerichtet wie eine alte Scheune. Hier will Krüger mit Hilfe von Kate, William und John herausfinden, wie man Autos vor Marderschäden bewahren kann. „Wir arbeiten für fast alle großen Hersteller, vor allem aber die Zulieferer“, berichtet Krüger. „Wir testen Schläuche und Kabel auf Mardersicherheit.“

In Schlaufen sind schwarze und orangefarbene Leitungen befestigt, manche haben eine glatte Oberfläche, andere sind gewellt. Einige sind unberührt, andere durchgebissen. „Es dauert drei, vier Tage dann beginnen die Marder daran zu knabbern“, berichtet Krüger. Seit rund zehn Jahren läuft das Projekt, neuerdings auch für Autos mit Elektroantrieb. „Da gibt es noch mehr Kabelage“, sagt Krüger. „Wenn da nur ein Zahn durchgeht, fällt das ganze Auto aus und es können mehrere Tausend Euro Schaden entstehen.“

Die Arbeit von Krüger und seinen tierischen Mitarbeitern wird immer wichtiger. Mittlerweile werden in Deutschland mehr als 200.000 Marderschäden pro Jahr gemeldet. Krüger weiß: „Geruchsstoffe und Ultraschall helfen nur kurzfristig. Die Tiere gewöhnen sich daran.“ Er betont, dass die Versuche nicht schädlich für die Tiere seien.

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