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Knesebeck: Würdige Gedenkfeier für das tote Baby

Mehr als 100 Menschen beten mit Pastorin Christina vom Brocke Knesebeck: Würdige Gedenkfeier für das tote Baby

Der Schock sitzt auch eine Woche nach dem Fund des toten Säuglings bei einer Müllsammelaktion tief. Am Samstag suchten daher mehr als 100 Menschen, darunter Landrat Dr. Andreas Ebel, Trost bei einer Gedenkfeier in der Knesebecker Friedhofskapelle. 

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Beten für das tote Baby: Pastorin Christina vom Brocke fand tröstende Worte für die mehr als 100 Teilnehmer der Gedenkfeier. Foto: Cagla Canidar

Quelle: Cagla Canidar

Knesebeck. Pastorin Christina vom Brocke bot mit ihren Worten den Menschen eine Stütze in deren Trauer und Fassungslosigkeit. „Ich dachte, unsere Welt ist in Ordnung, wir halten sie sauber“, sagte die Pastorin in Erinnerung an die Müllsammelaktion. Ein paar Stunden später dann der schockierende Fund. „Das Stehen vor einem weggeworfenen Kind ist mit Ohnmacht verbunden, dieser Ohnmacht müssen wir uns stellen“, sagte sie.

Es gelang mit dieser würdevollen Feier, mit der Musik von Roger Burmeister. Er spielte unter anderem das Kinderlied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ - als Symbol für die Lebenszeit des unbekannten Jungen. Denn seine Lebenszeit, so vom Brocke, habe bereits vor seiner Geburt begonnen. Und es gelang, dem Baby etwas von seiner Würde zurück zu geben.

„Wie nennt man das, was einen Menschen bewegt, einen Säuglinge in einer Plastiktüte zu entsorgen? Wieviel Not muss dort vorhanden sein?“, fragte die Pastorin und gestand: „Begreifen kann man das nicht.“

Der Junge wird am kommenden Mittwoch, 15. März, um 13 Uhr neben den Pastorengräbern auf dem Knesebecker Friedhof beigesetzt. Pastorin vom Brocke lud dazu ein, das Baby auf seinem letzten Weg zu begleiten - und vielleicht irgendwann eine kleine Blume auf das Grab zu legen als Zeichen dafür, dass es nicht vergessen ist.

ba

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