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Junge Syrer sprechen über traumatisierende Flucht

Wahrenholz Junge Syrer sprechen über traumatisierende Flucht

Wahrenholz. Eine rundum beeindruckende Veranstaltung - die auch ihre bedrückenden Momente hatte: Der Wahrenholzer Gospelchor unterstützte die Gifhorner Gruppe von Amnesty International bei einer Spendensammlung mit einem Konzert (AZ berichtete). Die jungen Syrer Amar und Mohammad sprachen über ihre traumatisierende Flucht.

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Traumatisierende Flucht hinter sich: Die Syrer Amar und Mohammad sprachen über ihre Erlebnisse.

Quelle: Thorsten Behrens

Das Ergebnis der Veranstaltung lässt sich in Zahlen fassen: rund 400 Euro an Spenden und 64 Briefe, die unterschreiben wurden und mit denen auf das Schicksal der kurdischen Iranerin Zeynab Jalalian aufmerksam gemacht wird, die inhaftiert ist und zu erblinden droht, sammelte Gruppenleiterin Silke Schnau ein. Doch wichtiger sind wohl die Eindrücke, die die Besucher mitnahmen.

Ein Text über DDR-Flüchtlinge von 1990, gelesen von Carsten Müller, zeigte Parallen zu heute auf. Damals wurden 1,5 Millionen DDR-Bürger erwartet, 2015 kamen 1,1 Millionen Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland. Insgesamt sind weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht, nannte Regine Bergmann Zahlen.

Besonders bedrückend waren die Erinnerungen von Mohammad (18) und seinem Cousin Amar (16), die über ihre Flucht sprachen - Mohammad, um dem Militärdienst in seinem vom Bürgerkrieg geschüttelten Heimatland zu entgehen. Fünf Stunden in Todesangst auf einem Boot, das zu sinken drohte, nach Griechenland unterwegs, prügelnde Polizisten in Slowenien, kaum Essen und Trinken oder Schlaf auf der 20 Tage dauernden Flucht - damals waren die Jugendlichen 15 und 13 Jahre alt. Seit knapp einem Jahr leben sie jetzt in Gifhorn - und vermissen ihre Familien.

ba

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