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Ivorer lernt bei Speckhahn Zerspanungsmechaniker

Integration in Radenbeck Ivorer lernt bei Speckhahn Zerspanungsmechaniker

Seit gut einem Monat absolviert der 28-jährige Yaya Ouattara von der Elfenbeinküste eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei der Firma HSR Speckhahn Stahl- und Maschinenbau GmbH in Radenbeck – und sowohl Bernd Speckhahn als auch Sebastian Speckhahn sind begeistert.

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Für alle ein Gewinn: Yaya Ouattra absolviert bei Firma Speckhahn eine Lehre.

Quelle: privat

Radenbeck. Aufgewachsen ist Ouattara in einer Stadt namens Ferkessedougou in der Elfenbeinküste. Nachdem er während des Bürgerkriegs seine Eltern verloren hatte, entschied er sich, seine übrigen Verwandten – darunter einen Bruder und eine Schwester – zu verlassen und zu fliehen. Mit dem Boot machte sich Ouattara auf den Weg und landete 2011 vorerst in Mali.

Dort versuchte er, Geld für die weitere Flucht anzusparen. Drei Jahre später war die benötigte Summe zusammen, die Flucht ging per Auto durch die Wüste bis nach Libyen. Das Ziel hieß Tripolis.

Von dort waren es wenige Kilometer über das Mittelmeer bis nach Sizilien, wo Ouattara in Padorwa in einer Flüchtlingsaufnahmestelle landete und 2016 schließlich nach Osnabrück in die Erstaufnahmeeinrichtung kam. „Von dort ist Yaya in eine Flüchtlingsunterkunft nach Knesebeck gekommen“, berichtet seine deutsche Freundin.

Die beiden begannen, eine technische, handwerkliche Ausbildung für ihn zu suchen. „Nachdem Yaya ein Praktikum bei uns absolviert hat, waren wir davon überzeugt, dass er den nötigen Biss hat, sich in die technischen Fragestellungen reinzudenken“, berichtet Bernd Speckhahn froh.

Die Ausbildung gefällt dem Ivorer sehr gut, auch in der BBS II in Gifhorn klappt die Integration wunderbar. So wird beispielsweise extra Deutschunterricht angeboten. „Schade ist es, dass insgesamt jedoch sehr wenig in der Politik passiert, um den vielen Flüchtlingen eine Chance zu geben“, meint Sebastian Speckhahn. „Es wird nur geredet, doch im Endeffekt werden keine Fakten geschaffen und die Betriebe nicht unterstützt. Keine Behörde konnte uns weiterhelfen und war zuständig.“

Ouattara hat sein Ziel nun fest vor Augen: „Nach der Ausbildung möchte ich als CNC-Dreher an einer 8-Meter-Drehmaschine arbeiten und später einmal der Nachfolger eines von Speckhahns besten Drehers werden, wenn dieser in Rente geht.“

Für die Zeit der Ausbildung hat der 28-Jährige eine befristete Aufenthaltserlaubnis, die in eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis übergeht, wenn er anschließend eine Stelle bekommt.

Von unserer Redaktion

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