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"Inklusion ist ein schönes Wort"

Landkreis Gifhorn "Inklusion ist ein schönes Wort"

Landkreis Gifhorn. Inklusion ist in aller Munde. In der Praxis sieht das manchmal anders aus. Auch Schüler müssen lernen, mit gehandicapten Gleichaltrigen richtig umzugehen.

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Aufklärung gefordert: Die Mutter eines seelisch behinderten Jungen klagt über Mobbing und fordert mehr Aufklärungsarbeit in den Schulen.

Quelle: Archiv

Karina B. kann es kaum ertragen. Ihr Sohn kommt aus der Schule - traurig und deprimiert. Der Elfjährige leidet unter einem seelischen Handicap und wird von Mitschülern ausgegrenzt, gemobbt und sogar körperlich bedroht. Karina B. möchte dem Kind helfen. Sie appelliert deshalb an Eltern und Lehrer, die Schüler zu sensibilisieren und Kinder wie ihren Jungen zu schützen - mit Respekt, Aufklärung und Aufsicht während der Pausen.

Der Name des Elfjährigen ist der Redaktion ebenso bekannt wie die Art seiner Erkrankung. Mit den Symptomen passt er laut Karina S. nicht in die Norm. Der Junge ist pfiffig - „er hat einen Intelligenz-Quotienten von 123“, sagt sie. Aber er könne Lärm nur schwer ertragen, sei ängstlicher, misstrauischer, empfindlicher als andere Kinder und er versuche oft auf recht plumpe Art, Interesse bei den Klassenkameraden zu wecken. Und wenn die Lehrer auch sagten, dass er voll integriert sei, so drangsalieren ihn seinen Erzählungen zufolge bestimmte Mitschüler stets dann, wenn keine Aufsicht in der Nähe ist.

Der Junge hat laut Karina B. bereits in der Grundschule unter seinem seelischen Handycap und der Unwissenheit, dem Unverständnis und Mobbing der Mitschüler gelitten. Gleiches wiederhole sich jetzt in der neuen Schule.

„Inklusion ist ein schönes Wort“, sagt Karina S., sie fragt aber zugleich: „Gilt das auch für Kinder mit seelischem Handycap?“. Ihnen sehe man die Erkrankung nicht an. Umso wichtiger sei es deshalb, Aufklärung zu leisten. Karina B. hofft auf die Hilfe von Lehrern und Eltern. Ihr Ziel jetzt ist es, eine entsprechende Fachkraft an die Schule zu bitten um per Referat Aufklärungsarbeit zu erreichen. Sie appelliert: „Kinder mit seelischem Handycap brauchen unsere Unterstützung - Ignoranz erfahren sie zu Genüge.“

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