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Wesendorf Grausam: Einbrecher töten Straußenhenne
Gifhorn Wesendorf Grausam: Einbrecher töten Straußenhenne
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20:04 07.12.2017
Einbruch in Straußengehege bei Schönewörde: Unbekannte Täter töteten eine Henne, konnten aber ihre Beute nicht mitnehmen, als sie – durch Zeugen gestört – vorzeitig das Weite suchten.   Quelle: Cagla Canidar
Schönewörde

Auf der Zufahrt ist eine Lache getrockneten Bluts neben dem Zaun. Das Tor etwa 30 Meter weiter in der Nähe des Stalls ist jetzt durch einen Bauzaun gesichert. Es ist durch den Aufbruch beschädigt, dort waren die Täter ins Gehege eingedrungen, sagt David Kröger von der Straußenfarm Straussig. 20 Meter hinter dem Tor sei die 150 Kilogramm schwere Henne getötet worden. Ohne vorher betäubt worden zu sein: „Das ist auch noch Tierquälerei“, ärgert sich Kröger.

Seit zwei Jahren hat seine Familie die Straußenvögel, 40 Tiere sind es jetzt. „Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas passiert“, sagt er über den Einbruch und den versuchten Tierdiebstahl.

Es dauert nicht lange, bis sich die Strauße einem Besucher am Zaun nähern. Offenbar wurde der Henne ihre Neugierde zum Verhängnis. Doch an dem extra starken Wildzaun um das Gehege hängen gelbe Warnschilder in deutscher und englischer Aufschrift. „Die haben wir nicht ohne Grund“, rät Kröger dringend vor Nachahmungsversuchen ab. Die mehr als mannshohen Strauße seien durchaus wehrhaft. „Die haben scharfe Krallen und treten auch.“ Für die Täter hätte der Nikolausabend auch ganz anders ausgehen können.

Die Polizei bittet Zeugen um sachdienliche Hinweise unter Tel. 05376-97390. Auch Kröger hofft, dass den Tätern möglichst schnell das Handwerk gelegt wird.

von Dirk Reitmeister

+ + + Dieser Text wurde aktualisiert + + +