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Fährtensucher lernen im Otter-Zentrum

Hankensbüttel Fährtensucher lernen im Otter-Zentrum

Hankensbüttel. Wo überall Otter leben, lässt sich nur indirekt ermitteln. Wie die scheuen Tiere gezählt werden, lernen Fährtensucher aus allen Bundesländern im Otter-Zentrum in Hankensbüttel.

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Fährtenleser: Der Otter-Spezialist und Umweltschützer Hermann Kück bringt ehrenamtlichen Suchern bei, wie sie Spuren des Otters finden.

Quelle: Ingo Wagner

Anfang der 1990er Jahre war der Fischotter im Nordwesten fast ausgestorben. Heute erobert er viele Gewässer zurück. „Otter haben sich deutlich ausgebreitet“, sagt Biologe Hans-Heinrich Krüger vom Otter-Zentrum in Hankensbüttel. Dort laufen die Fäden für die Erfassung des Otter-Verbreitungsgebiets in Deutschland zusammen. Das wird europaweit mit Hilfe des „Informations-Systems Otterspuren“ (ISOS) ermittelt.

Otter lassen sich nicht auf klassische Weise zählen. Ihr Vorkommen kann nur indirekt über Fuß- und Kotspuren nachgewiesen werden. In Hankensbüttel legen Wissenschaftler die Punkte fest, an denen im Winter nach Fußabdrücken und Kötteln gesucht wird. Etwa 150 ehrenamtliche Fährtensucher sind derzeit in elf deutschen Bundesländern unterwegs - ihr Handwerk lernen sie im Otter-Zentrum. In den dortigen Gehegen findet sich gutes Anschauungsmaterial. „Man kann es nicht nur von Büchern und Bildern lernen. In Hankensbüttel ist alles sehr realitätsnah, mit frischen Spuren und Originalkötteln“, sagt Krüger. Die Teilnehmer eines Lehrgangs trainieren ihre Sinne, um die Otterspuren von anderen zu unterscheiden.

Und das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn Otterspuren ähneln denen von Waschbären. Ein Erkennungsmerkmal: „Wenn Otter aus dem Wasser kommen, ziehen sie oft auch den Schwanz hinterher“, sagt Krüger. Sandreiche Uferzonen sind beliebte Spielplätze. „Otter sind sehr intelligente Tiere. Sie spielen auch in hohem Alter noch“, so Krüger.

Die ISOS-Daten belegen den Otterzuwachs im Nordwesten, nach und nach erobern die Tiere auch Westniedersachsen. „Otter haben sich deutlich ausgebreitet“, sagt der Hankensbütteler Biologe Krüger.

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