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Blick in die Schulchronik von Betzhorn

Wahrenholz Blick in die Schulchronik von Betzhorn

Spannendes aus der Schulgeschichte in Betzhorn: Der ehemalige Lehrer Erich Kiemann berichtete aus der Chronik

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Vortrag in Wahrenholz: Reiner Meyer (l.) dankte Erich Kiemann für dessen Ausführungen zur Betzhorner Schulgeschichte.
 

Quelle: Hans-Jürgen Ollech

Wahrenholz.  32 Teilnehmer begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins Wahrenholz, Rainer Meyer, am Donnerstag im Gasthaus Krendel. Sie alle freuten sich über den Vortrag des ehemaligen Betzhorner Lehrers und späteren Wahrenholzer Rektors Erich Kiemann – er erzählte über Einträge in der Betzhorner Schulchronik, einem besonderen Schatz der Gemeinde Wahrenholz.

Kiemann, der als Junglehrer am 1. April 1964 nach Betzhorn kam, hat während seiner langen Lehrtätigkeit viel erlebt und bis zur endgültigen Schließung der Betzhorner Schule am 1. April 1972 selbst an der Schulchronik geschrieben. Diese war über viele Jahre verschwunden und tauchte erst vor drei Jahren wieder auf. Der seit 1998 pensionierte Rektor arbeitete die Chronik auf, da sie im älteren Teil noch in Sütterlin geschrieben war, und übersetzte den gesamten Text ins Lateinische.

Zunächst zeigte Kiemann alte Bilder, welche die beiden Betzhorner Schulen und den Unterricht darin zeigten. Auf die in Betzhorn tätigen Lehrer konnte Kiemann bis hin zum Lehrer Gaus zurückgreifen, der von 1838 bis 1864 in Betzhorn unterrichtete. Um 1880 herum wurden aufgrund einer Anweisung des Reichskanzlers von Bismarck Kirche und Schule voneinander getrennt. Bis dahin seien die Chroniken in den Dörfern stets von der Kirche geführt worden. Ab diesem Zeitpunkt oblag den Rektoren der Schulen das Schreiben der Chronik.

Kiemann ließ in einem lebendigen Wechselspiel mit seiner Frau Heide-Marie die in Betzhorn tätigen Lehrer Revue passieren. Zudem lasen sie Eintragungen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg vor. Spannend und nachvollziehbar schilderte das Ehepaar auch, wie die jeweiligen Chronisten ihre Eindrücke von strammen Nationalsozialisten und amerikanischen Besatzungstruppen zu Papier gebracht hatten.

Von Hans-Jürgen Ollech

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