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Westerbecker Arzt hilft in Lessien

Flüchtlingskrise Westerbecker Arzt hilft in Lessien

Westerbeck. Eigentlich hat Dr. Marouan Kseibi seine Praxis vor ein paar Wochen in jüngere Hände übergeben, um in den Ruhestand zu gehen. Doch der 71-jährige Westerbecker Arzt hat eine neue Aufgabe: Er kümmert sich um die ärztliche Versorgung der Flüchtlinge in der Notunterkunft in Lessien.

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Hilft als syrischer Arzt in Lessien: Dr. Marouan Kseibi aus Westerbeck.

Quelle: Peter Chavier

Westerbeck / Lessien. Dr. Kseibi, der selbst aus Syrien stammt, tut dies nicht alleine. Ihm zur Seite stehen zwei weitere syrische Ärzte. Unterstützt wird er von Dr. Samir Trabulsi aus Gifhorn und Dr. Mohamed Kodja aus Weyhausen. Beide sind 76 Jahre alt.

„In einer Wochen haben wir 800 Flüchtlinge in Lessien untersucht. Die meisten davon sind Syrer“, erzählt Dr. Kseibi. „Manchmal ging das bis spät in die Nacht. Als wir sie mit ‚Herzlich willkommen‘ auf Arabisch begrüßt haben, war gleich ein Lächeln auf ihrem Gesicht“, schildert Dr. Kseibi seine Eindrücke. „Jeder von ihnen will uns etwas erzählen, von den Erlebnissen unterwegs, den Strapazen zu Land und zu Wasser - der Weg war sehr lang.“

Einige der Flüchtlinge hätten erlebt, wie andere ertrunken sind. „Fast alle sind seelisch und körperlich traumatisiert.“ Die meisten Ankömmlinge seien sehr jung: „So zwischen 20 und 28 Jahren“, meint der Arzt. „Doch sie alle wollen Deutsch lernen, damit sie hier arbeiten dürfen.“ Sie würden große Hoffnungen in Deutschland setzen. Einer habe ihm gesagt: „Wir haben nur Allah und Frau Merkel.“

Nach den Erstuntersuchungen bieten die drei syrischen Ärzte jetzt täglich eine Sprechstunde an, einmal wöchentlich nur für Kinder, denn Dr. Kodja hat früher als Kinderarzt praktiziert.

cha

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