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Wasser läuft von Schulgelände in Kita-Anbau

Bauausschuss berät über Probleme in Grußendorf Wasser läuft von Schulgelände in Kita-Anbau

Dem Hochwasserschutz kommt bei der Erweiterung der Kita Grußendorf besondere Bedeutung zu. Beim jüngsten Starkregen ist Wasser vom benachbarten Schulgelände in das noch nicht fertige Gebäude gelaufen. Der Bauausschuss der Gemeinde Sassenburg beriet jetzt über das Problem.

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Unterschiedliche Höhen: Der Boden der Kita-Erweiterung (l.) liegt tiefer als das Schulgelände, von dem Wasser zur Kita läuft.

Quelle: privat

Grußendorf. Der Bauausschuss der Gemeinde Sassenburg hat am Donnerstagabend die Gestaltung des Außengeländes der Awo-Kita Grußendorf zur Abstimmung im Gemeinderat empfohlen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Notwendig wird die Neugestaltung des Außengeländes durch die Erweiterung der Kita, die derzeit gebaut wird (AZ berichtete). Allerdings treten jetzt Probleme auf, die so vorher offenbar nicht erwartet wurden. Bei den Entwürfen, die Planerin Stefanie Meyer dem Ausschuss vorstellte, kommt daher auch ein Punkt stark zur Geltung: der Hochwasserschutz.

„Beim letzten Starkregen gab es Wasser im Anbau. Gut, dass das jetzt passiert ist, wo das Gebäude noch nicht fertig ist. Da können wir noch gut reagieren“, teilte Bauamtsleiter Jörg Wolpers den Ausschussmitgliedern mit. Hauptgrund für das Problem ist das Gefälle auf dem Gelände. So liegen die Flächen der benachbarten Schule laut Wolpers 60 bis 70 Zentimeter höher als der Boden der Kita-Erweiterung. Diesen habe man aber nicht einfach durch Aufschütten höher legen können, da ein barrierefreier Anschluss der beiden Gebäudeteile – der tief liegende Altbau und die Erweiterung – gesetzlich vorgegeben ist. „Und mit einer Rampe können wir hier aufgrund der Gegebenheiten nicht arbeiten“, so Wolpers.

Über eine Drainage am Gebäude sowie eine Winkelstützenwand an der Grundstücksgrenze zur Schule soll Wasser nun abgeleitet beziehungsweise vom Kita-Grundstück fern gehalten werden. Die Kosten für diese Maßnahmen fließen in die Summe für die Gestaltung des Außengeländes ein – insgesamt rund 213.000 Euro laut Plan. Dem stimmte der Ausschuss – mit einer Gegenstimme – zu, ebenso wie der Bereitstellung der bisher fehlenden 123.500 Euro im Haushalt 2018. Beginnen sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr.

Förderung für Maßnahme am Beverbach

Fische haben es im Beverbach nicht leicht – jedenfalls wenn sie flussaufwärts wandern wollen. Doch eben das gehört bei vielen Arten zum Verhalten dazu. Jetzt soll der Beverbach durchlässiger werden, der Unterhaltungsverband Oberaller hat dafür einen Antrag auf Bezuschussung bei der Gemeinde Sassenburg gestellt. Dem hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag zugestimmt.

Streng geschützt

Streng geschützt: Fische wie die Quappe sollen im Beverbach wieder eine Heimat finden.

Quelle: Landessportfischerverband Niedersachsen

Rund 132.000 Euro sollen die Maßnahmen kosten, erklärte Ronald Möws vom Aller-Ohre-Verband, der das Projekt während der Sitzung vorstellte. 90 Prozent der Summe kommen vom Land, die restlichen zehn Prozent soll nach Vorstellungen des Verbandes die Sassenburg übernehmen.

Für das Geld soll der Beverbach bis zum Düker für Fische durchwanderfähig werden. Damit wird laut Möws eine EU-Wasserrahmenrichtlinie für eine ökologische Durchgängigkeit umgesetzt, die Frist dazu läuft bis 2022.

Unter anderem ist noch in diesem Jahr geplant, die kleinen Abstürze im Bach im Bereich der Bundesstraße 188 und des Campingplatzes mit Kies aufzufüllen. Im kommenden Jahr soll dann an der Bever-Mühle eine Umgehung um den derzeitigen Durchlass entstehen, so Möws.

Vor allem einige streng geschützte Arten wie Steinbeißer und Quappe sollen sich nach den Maßnahmen wieder im Beverbach ansiedeln. Bauamtsleiter Jörg Wolpers regte dann auch an, mit dem Landkreis zu klären, ob der Zuschuss – immerhin 13.200 Euro – als Ausgleichsmaßnahme angerechnet werden kann, beispielsweise für Bauprojekte.

Der Bau- und Umweltausschuss empfahl mit einer Gegenstimme, das Projekt wie gewünscht zu fördern. Jetzt muss noch der Gemeinderat abstimmen.

Von Thorsten Behrens

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