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Wasser kommt jetzt aus dem Kanal

Grußendorf Wasser kommt jetzt aus dem Kanal

Grußendorf. Eine lange währende Idee hat der Beregnungsverband Grußendorf jetzt verwirklicht: Wasserentnahme aus dem Elbe-Seitenkanal. Die auch im Sinne des Umweltschutzes lobenswerte Maßnahme ließ sich der 118-köpfige Verband rund 600.000 Euro kosten. Jetzt weihte er die Anlage ein.

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Gelebter Umweltschutz: Der Beregnungsverband Grußendorf bewässert einen Großteil seiner Flächen jetzt aus dem Elbe-Seitenkanal. Landwirt Ulf Janz nahm die Anlage in Betrieb.

Quelle: Ron Niebuhr

Die Idee, mit Wasser aus dem Kanal Felder zu beregnen, ist nicht neu. Mancherorts ist sie schon vor Jahrzehnten umgesetzt worden. Im Grußendorfer Beregnungsverband, in dem auch Stüder Grundbesitzer Mitglied sind, hat es etwas länger gedauert: „Es scheiterte bisher einfach an den Kosten“, sagte Jürgen Cordes, der seit Gründung im Jahr 1975 Vorsitzender ist.

Mit einem Darlehen der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg (455.000 Euro), der Bürgschaft des Landkreises Gifhorn, dem Know-how des Wasser- und Bodenverbandes Uelzen und enormer Eigenleistung - 400 Stunden mit Schlepper und Radlader, 1000 Stunden Rohre verlegen - gelang es, das Projekt umzusetzen. Zehn Kilometer Leitungen liegen am Feldrand entlang von Wegen.

Mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen hat der Verband eine Wasserentnahme von maximal 400 Kubikmeter pro Stunde und höchstens 264.000 Kubikmeter pro Jahr vereinbart. Insgesamt verregnen die Grundbesitzer gut 405.000 Kubikmeter im Jahr. Die Wasserentnahme aus dem Kanal schont die Umwelt, da weniger Grundwasser verbraucht wird. Und mehr noch: „Wir reichern das Grundwasser mit Elbewasser an“, erklärte Cordes.

Die Leitung steht im Sommer dauerhaft unter Druck: „Das Wasser fließt bei Bedarf. Wir müssen keine Dieselmotoren mehr laufen lassen“, sagte Cordes. Auch das schont die Umwelt. Flächen vom Kanal bis zur L 289 werden mit Elbewasser versorgt, der Rest weiterhin mit Grundwasser.

rn

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