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Viele ungefährliche Raupen aus Angst zertreten

Sassenburg Viele ungefährliche Raupen aus Angst zertreten

Sassenburg. Ein Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners ist gefährlich - denn ihre Haare können starke allergische Reaktionen hervorrufen. Doch die Angst vor diesen Tieren sorgt offenbar dafür, dass auch Raupen anderer - ungefährlicher - Arten getötet werden.

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Experte für Schmetterlinge: Der Sassenburger Wolfgang Rozicki erklärt, dass es in der Region kaum gefährliche Raupenarten gibt.

Quelle: Thorsten Behrens

„Ich habe den Eindruck, dass viele Leute glauben, es müssten alle behaarten Raupen beseitigt werden. Immer wieder finde ich in letzter Zeit absichtlich zertretene Raupen auf Waldparkplätzen und Wanderwegen, beispielsweise in der Samtgemeinde Wesendorf am Parkplatz des Naturschutzgebietes Heiliger Hain“, erklärt Wolfgang Rozicki. Der Sassenburger kennt sich mit Raupen und den aus ihnen entstehenden Schmetterlingen aus, er beobachtet beispielsweise die Entwicklung der Bestände am ehemaligen Bundeswehrübungsgelände in Wesendorf und hat dort schon viele seltene Arten nachgewiesen.

„Es gibt bei uns nur sehr wenige Arten, deren Raupen bei Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Die meisten davon sind in Norddeutschland selten oder leben so versteckt, dass außer Forstleuten kaum jemand mit ihnen in Berührung kommt“, sagt er.

Als Beispiel für seine Beobachtungen nennt Rozicki den Braunen Bären. Die ungefährliche Raupe dieses Schmetterlings läuft derzeit oft über Wege und durch Parks - und wird laut Rozicki mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners, der ebenfalls tagsüber auf dem Boden unterwegs ist, verwechselt und mutwillig zertreten.

Der Schmetterlingsfreund rät Spaziergängern und Wanderern, den Tieren einfach auszuweichen - die beste Vorgehensweise, damit beide Seiten nicht leiden müssen.

ba

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