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Traumauto der Jugend in Dubai gefunden

Heinrich Wulfes aus Neudorf-Platendorf freut sich Traumauto der Jugend in Dubai gefunden

„Es ist eine der formmäßig schönsten Varianten eines Autos auf Käfer-Basis“, schwärmt Heinrich Wulfes von einem seiner Traumautos. Als junger Mann kannte er den Puma GT 1600 allerdings nur von Fotos – bis er ein Exemplar Baujahr 1981 im Frühjahr durch Zufall in Dubai entdeckte – und mit zurück nach Hause nahm.

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Ein besonderes Käfermodell: Heinrich Wulfes mit seinem 1600er Puma.

Quelle: Thorsten Behrens

Neudorf-Platendorf.  „In Deutschland fahren meines Wissens vielleicht noch 30 Exemplare“, berichtet Wulfes voller Stolz.

Wulfes besuchte in Dubai seinen Neffen, und zwei Tage nutzte der Autonarr, um im Wüstenland nach alten Fahrzeugen zu suchen. Und er wurde fündig. Der 60 PS starke Wagen stand zwar lange und der Motor läuft daher nicht richtig, aber: „Das ist ein bekanntes Käfer-Problem. Das kriegen wir schon wieder hin“, ist der Neudorf-Platendorfer sicher. Ansonsten sei der Puma GT das „perfekte Auto“.

Die Form erinnere an den 175 GTB Ferrari aus den 1960er Jahren, von vorne gesehen an einen 911 Porsche, sagt Wulfes. „Man könnte ihn auch Porrari nennen.“

Puma auf VW-Basis haben eine lange Geschichte – die allerdings anfangs noch nichts mit VW zu tun hatte. Die ersten der insgesamt rund 22.000 Puma, die jemals gebaut wurden, entstanden 1967 die ersten auf DKW-Basis in Brasilien. Bis ins Jahr 1993, in dem die Produktion endgültig eingestellt wurde, gab es rund 20 Modelle.

Ab dem Jahr 1968 wurden Puma dann auf VW-Basis gebaut, zuerst auf Basis des VW Karmann Ghia. Nachdem dessen Produktion 1974 eingestellt wurde, lieferte Volkswagen do Brasil die Bodengruppen – für den Puma GT 1600 ist das Fahrgestell um 25 Zentimeter gekürzt.

Ein Mexiko-Käfer Baujahr 1972

„Es ist erstaunlich, was sich so auf Basis eines VW-Käfers entwickeln kann“, sagt Heinrich Wulfes. Ihm gehört ein Mexiko-Käfer Baujahr 1972. Und der Wagen hat eine erstaunliche Geschichte.

„Gekauft habe ich ihn vor drei Jahren bei einem Käfer-Treffen in Wolfsburg. Die Vorderachse war kaputt, ansonsten war der Wagen in Ordnung.“ Wulfes war schnell klar, dass der Wagen kein original Wehrmachts-Fahrzeug war, auch wenn es – fast – so aussieht. „Ich habe mich gewundert, warum der ein Oldtimer-Kennzeichen trug. Das bekommen nur Originalfahrzeuge. Also habe ich ein Foto zu einem Freund aus England geschickt, und der hat mich aufgeklärt“, so Wulfes.

In den 1970er Jahren wurden Mexiko-Käfer nach England gebracht und dort präpariert, damit sie wie deutsche Militärfahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg aussehen. Eine original Tarnlampe auf dem linken Kotflügel, Radkappen mit dem VW-Symbol, wie es Wehrmachtsfahrzeuge trugen, innen dunkel lackiert, eine Plane als Brezelrückscheibe und taktische Zeichen auf der Karosserie: Der Wagen sieht auf den ersten Blick aus, als stamme er aus dem Jahr 1942.

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Er ist ein Auto-Fan. Und hat in seiner Sammlung ein paar besondere Stücke, wie den Puma GT auf VW-Käfer-Basis und einen Mexiko-Käfer Baujahr 1972. Heinrich Wulfes stellt die beiden Exemplare den AZ-Lesern vor.

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„Das ist typisch britischer Humor, mit so einem Wagen zu fahren, als seien die Deutschen doch in England gelandet“, lacht der Neudorf-Platendorfer. Aufgrund dieser Umrüstung sei dann auch das Oldtimer-Kennzeichen erteilt worden. „Ich würde ja gerne mal mit dem Wagen nach England fahren. Das wäre dort mit Sicherheit ein Hingucker.“

Bis dahin fährt er mit dem Wagen durch das Moor – im Gedenken an seinen Vater Heinrich. „Mein Vater war Torfunternehmer und fuhr immer mit einem Standard-Käfer ins Moor. Hinten hatte er dann drei Torffrauen, auf dem Beifahrersitz eine – und mich im Kofferraum.“

Von Thorsten Behrens

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