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Tiefer Matsch führt zu Verlusten bei Mais-Ernte

Neudorf-Platendorf Tiefer Matsch führt zu Verlusten bei Mais-Ernte

Wie hoch die Verluste am Ende sind, lässt sich zurzeit noch gar nicht abschätzen. Klar ist nur: Um im Moor die 300 Hektar Mais abzuernten, ist nach dem vielen Regen ein erheblich höherer Einsatz von Mensch und Maschine erforderlich als in anderen Jahren.

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Umladen per Förderband: Die Hänger kommen nur halb voll vom Maisfeld.

Neudorf-Platendorf. „Was wir in anderen Jahren mit zwei bis vier Leuten schaffen, dafür brauchen wir jetzt zehn.“ Die drei Landwirte Helmut Hermann, Fritz Wolpers und Bernd Sudtmeyer haben sich zusammen getan und alles an Manpower und Maschinenkraft in die Waagschale geworfen, um den Mais von den Feldern zu holen. Dort steht das Wasser teilweise so hoch, dass der Häcksler stecken bleibt. „Einiges an Fläche müssen wir stehen lassen“, sagt Wolpers.

Sie haben gewartet, bis es nicht mehr ging. „Wenn wir den Mais jetzt noch stehen lassen, geht der Pilz rein“, meint Hermann. „Dabei stand der Mais anfangs ganz gut“, sagt sein Sohn Stephan Hermann. Und dann fing der große Regen an: Innerhalb weniger Tage fielen bis zu 100 Milliliter pro Quadratmeter. Da war der Boden aber schon gesättigt mit Wasser, erst recht im Moor.

Etwa 300 Hektar Mais stehen in Neudorf-Platendorf, ungefähr ein Drittel Futter für die Kühe, zwei Drittel für die Biogasanlage von Wolpers. Mit Fingerspitzengefühl und ein paar Tricks versucht Detlef Hermann, ein Kumpel von Wolpers, der sich extra für die Ernte Urlaub genommen hat, mit dem riesigen Häcksler mit zusätzlich montierten Zwillingsreifen die Maisreihen abzufahren. „In normalen Jahren lenkt der Häcksler alleine. Jetzt findet der Sensor die Reihen gar nicht.“ Denn nach dem großen Regen kam Sturm Xavier und legte zwischen 20 und 50 Prozent des Mais’ um. „Da kommt der Häcksler kaum drunter.“

Hermann fährt den Häcksler behutsam in einen Schlag. Nach wenigen Metern bleibt die schwere Maschine im bis zu 40 Zentimeter tiefen Matsch stecken. Wie mit einem Auto ruckelt Hermann den Häcksler frei. „Das kostet Zeit.“ Auch die Gespanne, die parallel zum Häcksler über das Feld rollen und den Mais aufnehmen, müssen immer wieder freigezogen werden. Und das, obwohl die Hänger nur halb gefüllt werden.

Wolpers hat direkt am Schlag ein Förderband aufgebaut, der Mais wird aus den total verschlammten halb vollen Hängern vom Feld in „saubere“ Hänger umgefüllt. Das hat zwei Vorteile: „Die Straßen werden nicht ganz so dreckig, und ich kann 13 bis 15 Tonnen Mais pro Ladung auf den Hof bringen“, sagt der Landwirt.

Wie hoch die Verluste sind, lässt sich im Moment noch gar nicht absehen. „Der Aufwand an Personal, Maschinen und Diesel ist höher als sonst, und womöglich müssen wir trotzdem noch Futter für die Kühe zukaufen“, stellt Helmut Hermann fest.

Von Christina Rudert

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