Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Naturschutzgebiet Großes Moor soll größer werden

Neudorf-Platendorf Naturschutzgebiet Großes Moor soll größer werden

Das Naturschutzgebiet Großes Moor bei Neudorf-Platendorf soll bis Ende 2018 vergrößert werden – das schreibt eine EU-Richtlinie vor. Welche Konsequenzen das hat, verdeutlichte jetzt ein Experte des Landkreises Gifhorn im Sassenburger Bauausschuss.

Voriger Artikel
Jetzt ist der Klimaschutzmanager im Amt
Nächster Artikel
Schützenverein hat wieder einen Festausschuss

Erweiterung: Das Naturschutzgebiet Großes Moor wird bei Neudorf-Platendorf an die Größe des Vogelschutzgebietes angepasst.
 

Quelle: Archiv

Neudorf-Platendorf.  Das Naturschutzgebiet Großes Moor östlich von Neudorf-Platendorf soll größer werden. Laut Bernhard Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises wird die Fläche angeglichen an das etwa 100 Hektar größere Vogelschutzgebiet, das ansonsten in weiten Teilen identisch ist im Zuschnitt. Viel ändern soll sich dadurch bei der Nutzung aber nicht.

Das größere Vogelschutzgebiet wurde 2001 ausgewiesen, das Naturschutzgebiet mit überlagerndem FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) 2007. Aufgrund einer EU-Richtlinie werden die Gebiete jetzt angepasst, zwei Teilgebiete sind betroffen. „Das ist eine Pflichtaufgabe, wir haben keinen Ermessensspielraum“, macht Hoffmann deutlich. Bis Ende 2018 muss das Verfahren abgeschlossen sein, so Hoffmann, der dieses jüngst im Sassenburger Bauausschusses vorstellte – die Gemeinde muss eine Stellungnahme abgeben, über die der Bauausschuss beriet.

In ihrer Stellungnahme verweist die Gemeinde darauf, dass in den betroffenen Flächen Ersatzmaßnahmen für Bautätigkeit vorgesehen sind. Diese und die Pläne für den geplanten Ausbau des Wirtschaftsweges zwischen Neudorf-Platendorf und Westerbeck sowie die Herstellung des geplanten Abfanggrabens im Rahmen der anstehenden Flurbereinigung (AZ berichtete) dürften nicht gefährdet werden. Außerdem wurde in die Stellungnahme aufgenommen, dass das Betretungsverbot des Bräutigamswegs bis zum Westerbecker Weg aufgehoben werden soll. Denn laut Hoffmann gilt im Naturschutzgebiet ein allgemeines Betretungsverbot auf allen Flächen mit Ausnahme der frei gegebenen Wege – hier soll ansonsten der Ist-Zustand nicht verändert werden.

Hoffmann betonte, dass die Ausweisung unter Beachtung der Rechte der Grundeigentümer stattfinde. Bei der Bewertung der Flächen in landwirtschaftlicher Nutzung werde vom heutigen Melde-Status bei der Landwirtschaftskammer ausgegangen, nicht davon, wie eine Fläche in den vergangenen Jahrzehnten als Acker oder Grünland genutzt wurde.

Von Thorsten Behrens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sassenburg

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Kommt es zur Neuauflage der Großen Koalition?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr