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Nabu startet Torfmoos-Projekt im Großen Moor

Westerbeck Nabu startet Torfmoos-Projekt im Großen Moor

Westerbeck. Drei Jahre Zeit, 370.000 Euro Gesamtkosten, davon 242.000 Euro Fördermittel: Mit Hilfe von Torfmoosen und ihrer Vermehrung hat der Nabu-Kreisverband ein neues Projekt zur Renaturierung des Großen Moores gestartet.

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Setzt sich für die Renaturierung des Großen Moores ein: Doris Plenter hofft darauf, dass das Moosprojekt von Erfolg gekrönt wird.

Quelle: Hilke Kottlick

Westerbeck. Blauer Himmel, braunes Moor, quakende Frösche, aufsteigende Kraniche - der Arbeitsplatz von Nabu-Mitarbeiter André Deter und Praktikantin Laura Finke lässt kaum Wünsche offen. Allerdings tragen beide einen Neoprenanzug und stehen bis zur Hüfte im Moorwasser des Versuchsfeldes 1A bei Westerbeck. Sie arbeiten für den Nabu-Kreisverband Gifhorn an einer Pilotstudie. Ziel ist es, mit der Vermehrung von Torfmoosen einen weiteren Grundstein für die Renaturierung des Großen Moores zu legen.

In mühevoller Handarbeit bestücken Deter und Finke die extra angelegten Schwimmträger im Großen Moor mit Torfmoosen. Sie hoffen, „dass sich die Moose fleißig vermehren, um sie in großen Mengen zu ernten“, sagt René Hertwig vom Nabu-Kreisverband. „Moose schaffen das für Moore charakteristische saure Milieu und minimieren damit die Konkurrenz durch andere Pflanzenarten“, erläutert Nabu-Kollegin Doris Plenter. So zeigten Versuche, „dass sich in Bereichen, in denen Torfmoose ausgebracht werden, eine positive Entwicklung bis hin zur Etablierung einer moortypischen Vegetation einstellt“.

Da sich die Industrie aus dem Großen Moor zurückziehen wird, entstehen laut Plenter viele Becken, für die Moose benötigt werden. Deren Vermehrung biete die Möglichkeit, Bestände zu schonen und neue Becken zu bestücken. „In dem Projekt werden wir erproben, wie Torfmoose erfolgreich vermehrt werden können“, sagt Plenter. Die Naturschützerin weiß: „Wir werden auch Verluste haben.“ Gleichsam hofft sie auf Erfolg, um mit dem Erhalt des Großen Moores einen „wichtigen Grundstein für den Klimaschutz zu legen“.

Info

Westerbeck. Das Projekt des Nabu-Kreisverbandes Gifhorn zur Vermehrung von Torfmoosen im Großen Moor ist auf drei Jahre angelegt. Die Kosten betragen 370.000 Euro, davon werden 242.000 Euro von der Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen „Klimaschutz durch Moorentwicklung“ getragen. Die Bingo-Umweltstiftung fördert das Moos-Projekt außerdem mit weiteren 86.000 Euro. Ziel ist es dabei laut René Hertwig vom Nabu-Kreisverband Gifhorn, einen weiteren Grundstein für die Renaturierung des Großen Moores zu legen. „Niedersachsen ist das hochmoorreichste Bundesland“, weiß er. Moore prägen weite Teile der Landschaft, und „sie sind für viele Pflanzen- und Tierarten als Lebens- und Rückzugsraum nicht ersetzbar“.

hik

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