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Sassenburg Kautzsch: „Sterben wird deutlich teurer“
Gifhorn Sassenburg Kautzsch: „Sterben wird deutlich teurer“
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20:00 11.12.2014
Soll teurer werden: Die Nutzung der gemeindeeigenen Friedhofskapellen – wie hier in Westerbeck. Die Verwaltung legte eine neue Gebührenordnung vor. Quelle: Ron Niebuhr
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„Die Bürger sollen künftig zum Beispiel für die Nutzung der Westerbecker Friedhofskapelle 230 anstatt 94 Euro zahlen“, ärgert sich Kautzsch.

„Das“, so findet er, sei „eine sehr drastische Erhöhung.“ Die Kapelle würde die Bürger mehr kosten als die Anmietung eines Dorfgemeinschaftshauses. Die Friedhofskapellen seien doch mit öffentlichen Geldern gefördert worden, so Kautzsch. Er verstehe auch nicht, warum in die Kalkulation Kosten für den Bauhof mit hinein gerechnet worden seien. Sein Fazit: „Sterben in der Sassenburg wird deutlich teurer.“

„Bislang haben wir bei den Kosten für die gemeindeeigenen Friedhöfe und Kapellen erheblich zugelegt“, so Ordnungsamtsleiter Dirk Behrens. Die Neufassung der Gebührenordnung sei „lediglich ein Vorschlag der Verwaltung. Um die Kosten zu decken, müssten wir eigentlich 400 Euro nehmen.“ Im Durchschnitt würden die drei Kapellen in Stüde, Dannenbüttel und Westerbeck jährlich 27 Mal für Beerdigungen genutzt. Bei der Kalkulation seien Personal-, Abschreibungs- sowie Strom- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen.

„Die 230 Euro würden von den Nutzern gezahlt“, erläutert Behrens. Seien die Gebühren geringer, „würde jeder Euro weniger von allen Bürgern der Gemeinde berappt werden müssen.“ Und: „Auch Mehrzweckhallen und Dorfgemeinschaftshäuser sind Gebäude, die von der Gemeinde erheblich subventioniert werden.“ Behrens weist zudem darauf hin, dass in den umliegenden Samtgemeinden die Kosten ähnlich sind. So nimmt Wesendorf ebenfalls 230 Euro und Brome sogar 240 Euro für die Kapellennutzung. „Letztendlich muss die Politik entscheiden“, sagt der Ordnungsamtsleiter.

cha

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