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Sassenburg Erfahrung heißt nicht immer auch gleich Sicherheit
Gifhorn Sassenburg Erfahrung heißt nicht immer auch gleich Sicherheit
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17:00 29.11.2017
Gründlich gewartet: Vor jedem Saisonstart checkt ein externer Prüfer alle Maschinen. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)
Stüde

Wenn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen doch mal irgend etwas schief läuft, dann ist das „in 80 Prozent der Fälle auf den Mensch zurückzuführen“, weiß Pressesprecher Nico Behnke.

Entsprechend intensiv widmet sich der Aero-Club der Aus- und Weiterbildung der Piloten, vor allem hinsichtlich der Ausnahmesituationen, denn: „Starten und Landen kann jeder irgendwann. Man muss aber auch in besonderen Fällen klar kommen“, erklärt Behnke.

Wie reagiert man bei Seilriss? Was macht man bei schlechtem Wetter? Wie verhält man sich beim Kreisen vieler Flugzeuge im Aufwind? In solchen Situationen müssen Piloten einen kühlen Kopf bewahren. Aber: „Erfahrung heißt nicht immer Sicherheit. Routine führt zu Unachtsamkeit“, warnt Behnke. Daher sind die Clubmitglieder verpflichtet, regelmäßig vereinsinterne Sicherheitsseminare zu besuchen. Auch die Fluglehrer bilden sich ständig weiter: „Sie überprüfen sich sogar gegenseitig, ob sie es noch drauf haben“, berichtet Behnke.

Und egal wie viele Flugstunden ein Pilot auf dem Buckel hat, die Abläufe vorm Start bleiben für alle gleich. Man geht Checklisten Punkt für Punkt durch, etwa zu Windrichtung und -stärke. „Man liest sich die Listen selbst laut vor. So huscht man nicht einfach drüber hinweg“, erklärt Behnke.

Denn nur wer sich der Risiken im Luftsport bewusst ist und sie nicht leugnet, kann verantwortungsbewusst handeln. Oder anders gesagt: „Man sollte keine Angst vorm Fliegen haben, aber genauso wenig den Respekt davor verlieren“, betont Club-Chef Möhle.

Luftsport ist Teamsport: Für größtmögliche Flugsicherheit sind Bodencrew und Piloten gemeinsam verantwortlich. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)

Segelflieger tun alles für die Sicherheit

80 Prozent der Unfälle sind menschlichem Versagen geschuldet, nur 20 Prozent gründen auf technische Unzulänglichkeiten. Hier wie dort tun die Mitglieder der Segelflugsparte des Aero-Clubs Wolfsburg mit ihrem Heimatflugplatz in Stüde alles dafür, um die Sicherheit zu maximieren.

Das fängt schon beim Flugplatz an. Das Gras ist kurz zu halten, die Start- und Landebahn frei von Unebenheiten. Und sie ist gründlich zu sichern. Flugzeuge bringt von Stüde aus eine mit einem Verbrennungsmotor betriebene Seilwinde in die Luft. „Winde und Zubehör müssen in einem einwandfreien, leistungsfähigen Zustand sein“, sagt Pressesprecher Nico Behnke. Kraftstoff- und Ölstand von Tank und Getriebe werden vor jeder Inbetriebnahme geprüft.

Die Bodencrew aus Startwinden- und Rückholfahrzeugführer sowie Flugleiter bilden mit dem Piloten eine Einheit: „Alle gemeinsam sind verantwortlich und entsprechend ausgebildet“, erklärt Behnke. Während des Fluges halten Pilot und Flugleiter per Funk Kontakt. Der Pilot selbst ist im Flugzeug mit Becken- und Schultergurt gesichert, trägt einen Fallschirm auf dem Rücken.

Sämtliche Flugzeuge unterliegen Vorflugkontrollen vor jedem Flugtag und einer Jahresnachprüfung. Ganzjährig stecken die Clubmitglieder mehrere Tausend Arbeitsstunden in die Wartung ihres Flugzeugparks. Vorm Saisonstart überprüft ein externer Fachmann, ob alles okay ist. Nur wenn er rein gar nichts zu bemängeln hat, bescheinigt er den Maschinen ihre Lufttüchtigkeit. Doch so gewissenhaft sich die Mitglieder des Aero-Clubs auch für bestmögliche Sicherheit einsetzen, Fehler lassen sich nie vollständig ausschließen. „Da hilft es nichts, die Verantwortlichen zusammen zu brüllen. Entscheidend ist, dass man die Dinge bespricht, ehrliches und konstruktives Feedback gibt. Nur so lernt man daraus“, weiß Vorsitzender Jürgen Möhle.

Von Ron Niebuhr

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