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Einsatz für bedrohte Schmetterlingsart

Westerbeck Einsatz für bedrohte Schmetterlingsart

Westerbeck. Er sieht toll aus, aber er ist stark bedroht: der Schwalbenschwanz. Derzeit sind seine Raupen in einigen Gärten zu finden - und werden oft aus Unkenntnis entfernt.

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Will dem Schwalbenschwanz helfen: Wolfgang Rozicki will unerwünschte Raupen bei sich aufnehmen.

Quelle: Thorsten Behrens (Archiv)

 Das ist nicht nur verboten, sondern gefährde die Art zunehmend. Der Westerbecker Wolfgang Rozicki will deshalb die Raupen bei sich aufnehmen und dabei zusehen, wie sie sich in die schönen Tagfalter verwandeln.

„Der Schwalbenschwanz ist in vielerlei Hinsicht bestandsbedroht, denn seine Entwicklungshabitate gehen durch die intensive Landwirtschaft und Landnutzung mehr und mehr verloren“, so Rozicki, der sich seit den 1960er Jahren mit Schmetterlingen befasst und bereits viele Arten - auch seltene und gefährdete - im Landkreis Gifhorn nachgewiesen hat (AZ berichtete).

Zusätzlich rücken viele Gartenbesitzer und Hobby-Gärtner jetzt im August den Raupen zu Leibe, die in den Gärten am Kraut von Garten-Möhre, Dill und Petersilie leben. Dabei richten sie laut Rozicki nur wenig Schaden an - werden aber dennoch aus Unkenntnis für schädlich gehalten und beseitigt, obwohl sie allein schon aus naturschutzrechtlichen Bestimmungen unbedingt zu verschonen sind.

Der Schmetterlingskenner, der auch immer wieder mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn zusammenarbeitet, bittet nun Gartenbesitzer, die den Schwalbenschwanzraupen keinen Platz in ihrem Garten bieten wollen, sich bei ihm unter Tel. 05371-6920 zu melden. „Ich hätte bei mir im Garten in Westerbeck Möglichkeiten, die Raupen weiterzuzüchten, um die Falter später in die Freiheit zu entlassen. Das wäre praktizierter Naturschutz“, sagt Rozicki.

ba

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