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Ein Zuhause für die Moosjungfer

Neudorf-Platendorf Ein Zuhause für die Moosjungfer

Neudorf-Platendorf. Tief im Großen Moor kreischen die Motorsägen. Der Nabu-Kreisverband entholzt im Rahmen des Projekts „Neue Brücken“ die Südufer der alten Fischteiche am Charlottenhof, um den Lebensraum der Großen Moosjungfer zu sichern.

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Tief im Moor: Roman Stuhlmacher (l.) und Friedrich Joos entholzen die Südufer der alten Fischteiche für die Große Moosjungfer (kl. Foto).

Quelle: Christina Rudert

Landschaftspfleger René Hertwig arbeitet sich mit Friedrich Joos und Roman Stuhlmacher durchs Moor, Wassserflächen und Uferzonen gehen stellenweise nahtlos ineinander über. „In den knapp 70 Fischteichen sind Weiden gewachsen, die Teiche sind stark verlandet“, zeigt Hertwig. Am Ufer stehen Traubenkirschen, Eichen, Moor- und Sandbirken, hier und da Lärchen. „Die Traubenkirsche ist von Menschenhand gepflanzt und gehört gar nicht hierher“, sagt Hertwig. Sie wird ebenso entfernt wie die Balsam-Pappeln, alte Eichen bleiben stehen.

Ziel ist, auf der gesamten Fläche im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) Lebensräume für Libellen zu sichern. „Der Bestand der Großen Moosjungfer zum Beispiel ist stark gefährdet“, sagt Hertwig. Diese Insekten lieben warme, besonnte Wasserflächen. Die kleinen Moortümpel, die früher der Fischzucht dienten, sind optimal dafür geeignet - wenn das Sonnenlicht nach dem Abholzen dann die Wasseroberfläche wieder erreicht.

Der Nabu hat das Projekt „Neue Brücken“ für drei Jahre bewilligt bekommen, das dritte Jahr läuft. Jugendliche und junge Erwachsene können hier ihre Sozialstunden abarbeiten, die sie nach einer Verurteilung aufgebrummt bekommen, aber auch Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahrs und Praktikanten beim Nabu engagieren sich.

Hertwig hofft jetzt auf Frost, damit seine Mannschaft bis Ende Februar - dann beginnt die Brut- und Setzzeit - noch möglichst viele Uferzonen vom Baumbewuchs befreien kann.

tru

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