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Der Zauber der Weihnachtszeit

Märchenerzählerin Gisela Ott Der Zauber der Weihnachtszeit

Seit 20 Jahren ist Gisela Ott als Märchenerzählerin unterwegs. Hunderte Vorträge – sie liest die Märchen nicht ab, sondern erzählt sie in alter Tradition – unter anderem an Kindergärten und Schulen hat sie seither gehalten. In der AZ spricht sie über Weihnachtsmärchen.

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Erzählt seit 20 Jahren Märchen: Die Westerbeckerin Gisela Ott liest die Geschichten nicht ab, sondern trägt sie in alter Tradition frei vor.

Quelle: Archiv

Westerbeck. Seit vielen Jahren haben Märchen ihren festen Platz in der Advents- und Weihnachtszeit. Dazu werden meist Märchen der Brüder Grimm für Kinder bearbeitet und inszeniert, beliebt sind Frau Holle, Hänsel und Gretel oder die Bremer Stadtmusikanten. Wer sich diese Märchen genauer anschaut, merkt aber bald, dass sie weder in der Weihnachtszeit spielen noch Weihnachten als Thema haben oder es sich um die biblische Weihnachtsgeschichte handelt. „Der Begriff Weihnachtsmärchen bezieht sich meist nicht auf das christliche Fest oder den Winter, sondern auf die bevorzugte Zeit der Aufführung im Theater oder Fernsehen“, sagt sie.

Das Weihnachtsfest als Familienfest setzte sich erst zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Zu dieser Zeit waren die meisten europäischen Märchen schon gesammelt. Märchen mit dem Thema Weihnachts- oder Winterzeit tauchen in Europa vermehrt erst seit dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts auf, beispielsweise bei dem dänischen Dichters Hans-Christian Andersen: das Mädchen mit den Schwefelhölzern oder die Schneekönigin.

In Ländern, wo die kalte Jahreszeit das Leben der Menschen bestimmt, spielen manche alten Märchen zur Weihnachtszeit. „So finden wir in alten Überlieferungen, dass die skandinavischen Trollgeister nur am Christabend die menschlichen Behausungen aufsuchen, um dort ihre Fresssucht zu stillen.“ In russischen Märchen wie „Väterchen Frost“ sind Naturgewalten wie Frost und Winter öfter die Hauptpersonen.

„Trotz allem verbinden wir die Winter- und Weihnachtszeit in besonderem Maße mit Märchen. Früh wird es dunkel, wir sehnen uns nach Licht und Wärme. Dann wollen wir Geschichten hören oder selbst den Kindern erzählen oder vorlesen bei Kerzenschein und Kaminfeuer. Wir wollen es gemütlich und schön haben, sehnen uns nach Ruhe und Geborgenheit“, so Gisela Ott.

„Ich erzähle dann traditionelle Volksmärchen und weihnachtliche Geschichten, die etwas vom Zauber dieser besonderen Zeit vermitteln. Die Legende „Die Heilige Nacht“ von Selma Lagerlöf gehört für mich immer dazu. Ich habe sie vor fast 20 Jahren das erste Mal von der Märchenerzählerin Gertrud Hempe gehört, seitdem begleitet sie mich durch jede Vorweihnachtszeit – ebenso wie eines meiner Lieblingsmärchen, Die vier Musikanten.“

Von red

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