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Sassenburg Bis zu 200 Tonnen Blaubeeren aus Grußendorf
Gifhorn Sassenburg Bis zu 200 Tonnen Blaubeeren aus Grußendorf
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15:00 10.07.2018
Der Herr der Blaubeeren: Ernst Siemer brachte vor rund 40 Jahren die Frucht aus Amerika mit nach Grußendorf. Quelle: Thorsten Behrens
Grußendorf

Im vergangenen Jahr war die Ernte schlecht – wegen des vielen Regens. In diesem Jahr sieht es besser aus, freut sich Ernst Siemer. Aber: „Wir müssen wegen der langen Trockenheit viel bewässern. Der Aufwand ist in diesem Sommer höher als sonst in fünf Jahren zusammen.“ Doch ohne Bewässerung bleiben die Früchte zu klein.

Erste Beeren kamen aus Amerika

Rund 40 Hektar Blaubeerplantagen betreiben Annette und Ernst Siemer in Grußendorf mit ihrem Forsthof – als reinen Saisonbetrieb von Juni bis September. Angefangen hat Ernst Siemer mit dem Aufbau vor rund 40 Jahren. „Damals war ich oft in Amerika. Von dort habe ich die Beeren mitgebracht.“ Inzwischen zählt der Betrieb in der Saison rund 100 Mitarbeiter – vor allem aus Rumänien, der Ukraine und aus Moldawien.

Damit alles passt: Die abgefüllten Schälchen werden noch einmal auf ihr Gewicht überprüft. Quelle: Thorsten Behrens

Ernte und Sortierung per Hand

Die müssen früh aufstehen. Morgens wird die Ernte des Vortages aus dem Kühlhaus geholt und sortiert, verwogen und verpackt – und natürlich wieder geerntet. Fast alles geschieht per Hand. Die Waage am Förderband ist zwar einstellbar auf die Verkaufsgrößen mit 250, 500 und 1000 Gramm – doch ein Mitarbeiter kontrolliert noch einmal jede Packung nach. Verpackt wird übrigens nur in Holz und Pappe, Plastikschalen hat der Betrieb schon vor Jahren abgeschafft. Und auch die Ernte geschieht per Hand. „Es gibt zwar Schüttelmaschinen. Aber da kommen auch viele Blätter in die Ernte. Die nutzen wir also nicht“, sagt der Chef.

Bildergalerie: Blaubeer-Saison hat begonnen

Sie sind klein, nicht ganz rund – und fruchtig-süß: Derzeit läuft die Blaubeeren-Saison auf Hochtouren. Aus Grußendorf kommen zwischen 100 und 200 Tonnen jährlich.

Lieferung bis nach Hamburg

Noch früher raus als die Erntehelfer müssen die Fahrer. Drei Fahrzeuge sorgen dafür, dass ein Teil der Blaubeeren zu den Abnehmern kommt – unter anderem zum Großmarkt in Hamburg. Der Wagen fährt um 22 Uhr los, da der Markt um 1 Uhr morgens schließt. Die meisten Beeren aber kommen in die regionalen Edeka-Märkte – bis nach Braunschweig und Wolfenbüttel. Um 6 Uhr starten die Touren. Was dann noch übrig ist, wird an Ständen auf dem Forsthof und in Fallersleben im Direktverkauf abgegeben – oder beispielsweise nach Diesdorf gebracht. Von dort kommen die Beeren als Wein oder Saft zurück. Und auch Essig und Marmelade aus Grußendorfer Blaubeeren sind im Angebot.

Tage für Selbstpflücker

Außerdem können an einigen Tagen Selbstpflücker auf bestimmten Flächen ihre Körbe füllen. Dazu gehören auch die Hort-Kinder aus dem örtlichen Awo-Kindergarten. „Wir kommen jedes Jahr her, machen diesen Ausflug als Ferienaktion“, erzählen die Betreuerinnen Friederike Kull und Evelyn Seik. Und dann geht es mit kleinen Schalen bewaffnet ab in die Plantage.

Von Thorsten Behrens

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