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Sassenburg Erholung für Kinder aus Tschernobyl
Gifhorn Sassenburg Erholung für Kinder aus Tschernobyl
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21:00 11.07.2018
Freude bei Kindern aus der verstrahlten Region Tschernobyl: Die jungen Weißrussen regenerieren gerade am Bernsteinsee. Quelle: Cagla Canidar
Stüde

„Vier Wochen an der frischen Luft in Deutschland verlängern ihre Lebenserwartung um dreieinhalb Jahre.“ So gesund sei die Umwelt hier und so belastet die Heimatregion der weißrussischen Mädchen und Jungen, sagt Bernd Beutler, der sich gemeinsam mit seiner Frau Bärbel und Betreuerin Susanne Kloth um die insgesamt 32 Gäste inklusive Betreuer aus der Region Gomel 60 Kilometer vom Katastrophenreaktor kümmert. Vier Wochen lang kommen die Kinder in der Region Alfeld/Leine auf andere Gedanken. Eine Woche lang sind sie nun am Bernsteinsee.

Besuch in Phaeno und Autostadt

„Sie nutzen die Freizeitaktivitäten bei uns“, sagt Karina Olms-Schulz, Chefin des Bernsteinsee-Hotels. „Sie gehen baden und spielen Volleyball.“ Untergebracht sind die Weißrussen im Alter von neun bis 14 Jahren in einem Camp der Peter-Pan-Stiftung am nahe gelegenen Segelflugplatz. Auch Besuche im Phaeno und in der Autostadt stehen auf dem Programm dieser Tage. An der Leine – sie sind Gast des Kirchenkreises Hildesheimer Land in Alfeld und dort bei Gasteltern untergebracht – gehen sie angeln, klettern, ins Altenheim singen und in den Freizeitpark Rastiland.

Kinder zum fünften Mal am Bernsteinsee

Seit 25 Jahren kommen Mütter und ihre Kinder aus der Region Tschernobyl nach Niedersachsen, zum fünften Mal inzwischen auch zum Bernsteinsee, sagt Beutler. „Wir haben Kinder aus Dörfern ohne fließend Wasser.“ Und aus Regionen, in denen inzwischen Wildtiere so missgestaltet seien, dass nicht zu sehen sei, ob es sich um ein Reh oder einen Hasen handele. Wichtig ist für Beutler, dass bedürftige Mädchen und Jungen nach Deutschland kommen, und daran arbeiteten Schuldirektorinnen vor Ort mit, die bei der Auswahl helfen: „Ich lege schon Wert darauf, dass die Kinder aus finanziell schwachen und kinderreichen Familien kommen, die noch nie in Deutschland waren.“

Von Dirk Reitmeister

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