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Züge sollen nicht mehr pfeifen

Rötgesbüttel Züge sollen nicht mehr pfeifen

Rötgesbüttel. Viele Rötgesbütteler sind genervt. Am gesperrten Bahnübergang Ochsenberg fährt kein Zug vorbei, ohne zu pfeifen. Dieser Lärm muss aufhören, meint man im Dorf. Die Züge müssen pfeifen, sagt die Bahn.

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Wenn, dann bitte richtig: Peter Hofmann meint, bei dieser eindeutigen Sperrung des Bahnübergangs ist das Pfeifen der Loks nicht mehr erforderlich.

Quelle: Christina Rudert

Muss das stündliche Pfeifen der Züge am Bahnübergang Ochsenberg wirklich sein? Nein, meint Peter Hofmann, stellvertretender Bürgermeister von Rötgesbüttel. „Dieser Übergang ist gesperrt, die Pfeiftöne sind nicht erforderlich.“ Die Bahn sieht das anders: „So lange der Übergang nicht zurückgebaut ist, ist die Pfeiftafel erforderlich“, betont Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst.

Vom Westen kommend versperrt eine Schranke den Übergang, daneben stehen zwei Zaunelemente. Auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise stehen eine offene Schranke und ein Zaun, das Schild ist eindeutig: „Betreten der Gleise verboten“. Damit ist für Hofmann klar: „Den Übergang gibt es nicht mehr.“ Die stündlichen Warnpfiffe hält er für inkonsequent.

Ein Trampelpfad zeigt, dass mancher trotzdem noch die Abkürzung in Richtung Friedhof oder Feldmark nutzt. „Dann soll die Bahn eben noch zwei Zaunelemente aufstellen oder einen Erdwall aufschütten.“ Denn wirklich dringend erforderlich sei dieser Übergang für niemanden, so Hofmann. Von Sabine Brunkhorst gibt es Bestätigung: „Das sieht die Bahn auch so.“

Hofmann fordert eine Entweder-Oder-Lösung: „Entweder die Bahn öffnet diesen Übergang am Ochsenberg wieder, dann darf sie auch pfeifen, oder es ist kein Übergang, dann soll sie mit dem Pfeifen aufhören.“ Nein, sagt Sabine Brunkhorst. Nur die Sperrung reicht nicht aus. „Erst wenn der Bahnübergang richtig zurückgebaut ist, der Asphalt aus dem Gleisbett entfernt und die Stelle mit Zaun oder Erdwall versperrt ist, dürfen wir die Pfeiftafel entfernen.“ So regelt es das Eisenbahnkreuzungsgesetz. Das regelt auch die Kostenaufteilung für einen Rückbau: „Je ein Drittel Bahn, Bund und Baulastträger des kreuzenden Weges, das ist in diesem Fall die Gemeinde“, so die Bahnsprecherin. An Streit mit der Gemeinde sei der Bahn aber nicht gelegen, „wir suchen das Gespräch“.

tru

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