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Welle der Hilfsbereitschaft für Steffen Rhode

Spendenaufruf im Internet bringt 85.000 Euro für Krebs-Operation Welle der Hilfsbereitschaft für Steffen Rhode

Welch eine Welle aus Hilfsbereitschaft ein Aufruf in sozialen Netzwerken auslösen kann, erfährt Familie Rhode aus Meine in diesen Tagen. Dank einer Spendenaktion kann sie sich ihre letzte Hoffnung, eine Tumor-Operation in Kalifornien, leisten.

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Überwältigt von der Hilfsbereitschaft: Krebspatient Steffen Rhode und seine Eltern Almut und Wilfried sind glücklich, dass Steffen durch Spenden eine Operation nach einem neuen Verfahren in den USA ermöglicht wurde.

Quelle: Dirk Reitmeister

Meine. Steffen Rhode ist kein Häufchen Elend. Er empfängt Besucher mit einem Lächeln. Erst auf dem zweiten Blick ist zu sehen, dass sich sein linkes Auge etwas träger bewegt. „Es gibt und es gab Phasen, die sind etwas anstrengend“, sagt der 35-Jährige, dem man seine Doppelodyssee - von Arzt zu Arzt, von Krankenkassen-Anfrage zu Krankenkassen-Anfrage - nicht anmerkt.

Ostern 2015: Das linke Augenlid hing, die Beweglichkeit des Auges war eingeschränkt. Sein Augenarzt schickte Rhode gleich zur Neurologin. Am nächsten Tag war Rhode zum ersten Mal im MRT. Es gab weitere Untersuchungen in Braunschweig, im Uniklinikum Göttingen, in einer Spezialklinik in Hannover und in der Charité.

Bis Januar war die Familie zuversichtlich. Die Ärzte gingen von einem gutartigen Hirntumor aus. Bis zur Biopsie mit 13 Gewebeproben. Das Ergebnis „hat uns den Boden völlig weggezogen“, so Mutter Almut Rhode. „Bis dahin dachten wir, es wäre ein gutartiger Tumor an einer schlechten Stelle.“ Jetzt ging es um einen „hochgradig bösartigen“ Glioblastom.

In der Uniklinik Dresden beschossen Spezialisten den Tumor, der mitten im Hirn liegt und deshalb nicht herausoperiert werden kann, mit Protonen. Dazu gab es eine Chemotherapie. Doch die Behandlungen stoßen jetzt an ihre Grenzen.

Steffen Rhodes Bruder Hannes ist derweil im Internet auf ein neues Verfahren der Uni San Diego gestoßen: Laser Ablation. Gesteuert über ein MRT wird eine Sonde in den Tumor eingeführt und dieser von innen abgetötet. Kostet etwa 80.000 Euro, zahlt die deutsche Krankenkasse nicht. Jetzt kommt die große Hilfsbereitschaft ins Spiel.

Freunde haben die Homepage www.help-steffen.com  eingerichtet und via Facebook einen Link verschickt. Da ging die Rakete ab. Belegschaften in Meine haben zusammen gelegt, Buddhisten aus Spanien für den Glaubensbruder Steffen gespendet. Innerhalb weniger Tage kamen 85.000 Euro auf dem anwaltlichen Anderkonto zusammen.

„Wir haben eine große Verwandtschaft und gute Freunde“, sagt Vater Wilfried Rhode. Doch dieses Netzwerk allein ist es nicht. Eine Ellbogengesellschaft voller Egoisten? Mutter Almut winkt ab angesichts dieser Menge an menschlicher Zuwendung.

Irgendwann im Januar wird sich Steffen Rhode auf den Weg machen nach San Diego. Mit einem zuversichtlichen Lächeln.

rtm

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