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Tierärzte schlagen Alarm wegen Hundemalaria

Rötgesbüttel Tierärzte schlagen Alarm wegen Hundemalaria

Rötgesbüttel. In Rötgesbüttel sind seit November fünf Hunde an einer Krankheit erkrankt, die eigentlich nur in Südeuropa auftritt: die so genannte Hundemalaria (Babesiose). Tierärzte raten Haltern dringend, Hunde vor Zecken zu schützen. Menschen selbst seien nicht gefährdet.

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Warnt vor der Hundemalaria Babesiose: Dr. Martin Pape rät vor allem Hundebesitzern in Rötgesbüttel, ihre Vierbeiner vor Zecken zu schützen.

Quelle: Dirk Reitmeister

Matt, abgeschlagen, 42 Grad Fieber, blutroter Urin: Mit solchen Alarmzeichen wurden drei Hunde im November zu Tierärzten gebracht, aktuell sind Dr. Martin Pape aus Meine zwei weitere Fälle bekannt - darunter ein eigener Patient. „Die Babesien befallen die roten Blutkörperchen.“ Die Erkrankung sei lebensbedrohlich, aber alle fünf Hunde hätten es seiner Kenntnis nach überlebt.

In Deutschland gebe es keine zugelassenen Mittel gegen die hier kaum bekannte Mittelmeer-Krankheit. Präparate seien per internationaler Apotheke aus Frankreich zu beziehen. „Das macht die Behandlung etwas schwierig.“

Deshalb sei Vorsorge wichtig, sagt Pape. Der Schlüssel sei eine bestimmte, seltene Zeckenart, die Auwaldzecke. Es sei zu verhindern, dass Zecken auf den Hund gelangen - was nur verschreibungspflichtige Mittel gewährleisteten. Die Übertragung geht nämlich so: „Die Auwaldzecke saugt an einem infizierten Hund, nimmt den Erreger auf und überträgt ihn an einen nicht infizierten Hund.“ Und zwar bereits mit dem ersten Biss.

Fälle seien bisher nur aus Rötgesbüttel bekannt, sagt Tierärztin Dr. Regine Böntgen-Simonet aus Ribbesbüttel, die auch einen Patienten hat. Es müsse eine Quelle im Ort geben, so Pape - zum Beispiel einen Hund, der mit im Südeuropa-Urlaub war, oder einen, der von dort stamme und den Erreger mitgebracht habe. Südeuropäische Hunde kämen mit dem Erreger klar, die Abwehrkräfte heimischer Hunde seien darauf nicht eingestellt.

rtm

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