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Papenteich Straßensanierung mit Splitt: Unbeliebt, aber wirtschaftlich
Gifhorn Papenteich Straßensanierung mit Splitt: Unbeliebt, aber wirtschaftlich
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00:16 18.07.2016
Rollsplitt: Auf den Straßen gilt Tempo 40, denn die kleinen Steine verlängern den Bremsweg erheblich. Nicht nur das ist für viele Autofahrer eine lästige Begleiterscheinung dieser allsommerlichen Baustellen. Quelle: Cagla Canidar
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Intakte, wenige Jahre alte Straßendecken würden mit kleinteiligen Splittpflastern übersäht, sagt Nolte Kopf schüttelnd. Dadurch entstünden doch erst deutliche Unebenheiten, abgesehen davon, dass Autos beschädigt und Gullys verstopft würden. „Ich kann das nicht nachvollziehen.“ Entweder sollte man es lieber sein lassen oder gleich großflächiger anwenden, findet er.

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sagt Henning Schwägermann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Sicher gebe es bessere Methoden als den unbeliebten Splitt. Doch: „Eine möglichst vollflächige Oberflächenbehandlung mit Splitt kostet inklusive Markierungsarbeiten drei bis vier Euro pro Quadratmeter, eine neue Fahrbahndecke zehn Euro.“

Splitt werde dafür genutzt, feine Netzrisse in einer Fahrbahn abzudichten, damit sich diese gar nicht erst zu Schlaglöchern ausweiten. Ein laut Schwägermann bewährtes Verfahren: „Es wird eine neue Verschleißschicht von etwa acht Millimeter aufgetragen. Das hält dann für fünf bis sechs Jahre.“ Es bringe 18 Jahre mehr Lebensdauer für eine Fahrbahn zusätzlich zur Lebenserwartung der Asphaltschicht von zehn bis 15 Jahren, da man das Splitten dreimal wiederholen könne.

Großflächige Oberflächenbehandlungen würden durchaus bevorzugt, sagt Schwägermann. Allerdings dürfe die Landesbehörde zum Beispiel bei Bundesstraßen nur höchstens zehn bis 20 Prozent der Fläche mit Splitt versehen. „Ansonsten muss eine neue Asphaltdecke drauf.“

"Flickschusterei zieht sich über Jahre hin"

„Die Flickschusterei zieht sich über Jahre dahin.“ Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht kann den Unmut der Autofahrer verstehen, etwa kürzlich auf der B?4 nördlich von Meine, wo auch seiner Meinung auf einzelnen Flächen der Splitt zu dick aufgetragen worden sei. Dennoch werde der Autofahrer weiterhin mit dem Notbehelf alle Jahre wieder leben müssen. Der Fahrsicherheitstrainer rät dabei den Verkehrsteilnehmern dringend, das Tempolimit einzuhalten, auch wenn der Hintermann ungeduldig werde. Es gehe nicht allein um Steinschlagschäden an Lack und Windschutzscheibe. „Der Bremsweg verlängert sich massiv.“ Die Splittsteinchen wirkten bei nicht blockierenden Reifen wie ein Kugellager, das das Auto immer weiter transportiere.

rtm/tru

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