Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Papenteich Schrittweise arbeitet sich Steffen Rhode ins Leben
Gifhorn Papenteich Schrittweise arbeitet sich Steffen Rhode ins Leben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 11.06.2018
Familienglück nach erfolgreicher Hirntumor-Therapie: Lange Zeit sah es nicht so rosig um die Zukunft von Steffen Rhode (Mitte) aus – nun befindet sich der 37-Jährige auf einem guten Weg. Quelle: Dirk Reitmeister
Meine

Das Leben geht weiter, ist aber lange noch kein Zuckerschlecken: Knapp anderthalb Jahre nach seiner durch Spenden ermöglichten Spezialoperation in den USA sieht sich Hirntumor-Patient Steffen Rhode aus Meine auf einem guten Weg.

Ende Januar 2017 haben Spezialisten in San Diego mit einer Laserablation den hochaggressiven Tumor mitten im Gehirn des Meiners abgetötet. Mit der 85.000 Dollar teuren, über einen Facebook-Spendenaufruf finanzierten, Operation ist für den jungen Mann das Kapitel allerdings noch nicht zu Ende.

Es gibt keine Prognose

Ein Jahr lang, bis Ende Februar dieses Jahres, lief eine weitere aktive Behandlung mit Chemotherapie und Methadonbehandlung. Und einmal im Quartal muss Rhode in die Röhre – ein Leben lang. Das jüngste MRT vom April gibt ihm und seinen Eltern Almut und Wilfried sowie den Geschwistern weitere Hoffnung.

Das habe nämlich gezeigt, dass das Gewebepaket, was einst der Tumor war, kein Kontrastmittel mehr aufnehme. Würde das Gewebe leben, hätte es dies getan. Außerdem dokumentierten die Aufnahmen seit der Laserablation, dass der Brocken inzwischen ein Viertel des Volumens verloren habe.

Durchatmen bei den Rhodes. Aber auch nüchtern bleiben: „Es gibt keine Prognose“, sagt Steffen Rhode. „Ein Haus kaufen? Das fühlt sich viel zu lang an. Was weiß ich, was in fünf Jahren ist?“ Arbeitsfähig ist er noch lange nicht. „Den klassischen Alltag habe ich noch nicht.“ Sowohl gesundheitlich, als auch finanziell.

Viele Nebenwirkungen

Aufruf über Facebook: Erst diese Spendenaktion machte Steffen Rhode die Spezialoperation für 85.000 Dollar in den USA möglich. Quelle: Dirk Reitmeister Archiv

Viel Schlaf wegen der Müdigkeit, mangelnde Energie und auch Vergesslichkeit waren die Nebenwirkungen, die Steffen Rhode in den vergangenen Monaten begleiteten. „Total neben der Spur“, beschreibt Vater Wilfried, wenn Steffen wieder mal einen eben erst abgesprochenen Termin nicht mehr auf dem Zettel hat. Das linke Auge, das wegen des Tumors in der Beweglichkeit eingeschränkt war, ist auch noch nicht 100-prozentig da, aber: „Die Beweglichkeit hat sich deutlich verbessert“, sagt Steffen Rhode.

Dickes Dankeschön an alle Spender nach der Hirntumor-OP im Februar 2017: Steffen Rhode und seine Familie freuen sich über so viel Zuspruch und Beistand. Quelle: Dirk Reitmeister Archiv

Von der Rückkehr zum Arbeitsplatz kann Rhode erst einmal nur träumen. Doch auch wenn es demnächst um die Berufsunfähigkeitsrente geht – nach anderthalb Jahren Krankengeld bezieht er zurzeit Übergangsgeld, das sich am Arbeitslosengeld I orientiert –, hat er den Wiedereinstieg nicht abgeschrieben. „Ich gehe schon davon aus, dass ich wieder arbeiten werde.“ Große Sprünge könnte er mit der Rente allein nicht machen. So ist er froh, dass er vor zehn Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat. Sonst müsste er mit einem Drittel seines letzten Nettoeinkommens auskommen.

„Auf der einen Seite genieße ich das Leben, auf der anderen ist es schwierig zu planen“, sagt Steffen Rhode, den sein buddhistischer Glauben hilft. Er ist gerade 37 Jahre alt geworden. „Noch einmal 37 ist das Ziel.“

Von Dirk Reitmeister

Die Samtgemeinde Papenteich hat für 2018 und 2019 jeweils 100.000 Euro eingeplant, um alle dritten und vierten Klassen mit Mediaboards auszustatten, 23 sind es insgesamt.

10.06.2018

Drei Erwachsene und ein Kind sind am Dienstagmittag bei einem Unfall auf der B 214 bei Didderse verletzt worden. Nahe des Ortsausgangs Ersehof waren drei Fahrzeuge aufeinandergefahren.

06.06.2018

Kurz nach einem versuchten Einbruch in der Nacht von Montag auf Dienstag kollidierte auf der Hauptstraße in Rötgesbüttel ein Auto mit einem Laster. Der Unfallverursacher flüchtete. Die Polizei schließt einen Zusammenhang des Unfalls mit dem Einbruch nicht aus.

05.06.2018