Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Schon 1582 gab es eine Schunter-Brücke

Walle Schon 1582 gab es eine Schunter-Brücke

Walle. 1582 hat es bereits in Walle eine Brücke über die Schunter gegeben. Alte Eichenpfosten, die 2005 beim Abriss der Brücke von 1929 entdeckt worden waren, sind jetzt im Deutschen Archäologischen Institut in Berlin datiert worden, wie Heinz Gabriel, Beauftragter für die archäologische Denkmalpflege im Landkreis, berichtet.

Voriger Artikel
„Lachen ist gesund“: Kabarett begeistert Senioren
Nächster Artikel
Preise für Leseratten in der Bücherei

Erdarbeiten für die neue Schunterbrücke: Die Pfosten einer alten Vorgängerbrücke sind in der Baugrube sichtbar.

Quelle: Gisbert Hauer

Als im September beim Bau des Hauses in Walle Im Dorfe 44 nach den Spuren der Scheverlingenburg gesucht wurde, erinnerte sich Hagen Hageroth aus Walle an ein noch offen stehendes Ergebnis zur Ortsgeschichte: 2005 war die Schunterbrücke von 1929 am östlichen Ortseingang abgerissen worden. Damals war man bei Erdarbeiten auf etliche viereckige Pfosten gestoßen, die an den oberen Enden bereits abgefault waren. Dabei handelte es sich um Eichenpfosten mit einer Kantenlänge von 25 mal 25 Zentimtern, unten angespitzt und mehrere Meter in das Erdreich getrieben. Diese Hölzer gehörten eindeutig nicht zu der maroden Brücke von 1929, sondern zum Fundament einer sehr viel älteren Brücke.

Die Tiefbaufirma musste einige dieser Pfosten ziehen, da sie dem Neubau im Weg waren. Der Heimatforscher Gisbert Hauer aus Walle sicherte sie und hielt die Lage der Pfosten während der Erdarbeiten fotografisch fest. Jetzt wurde eine etwa zehn Zentimeter dicke Scheibe von einem der Pfosten abgesägt und von Gabriel nach Berlin geschickt. Die dendrochronologische Untersuchung, die Altersbestimmung über die Auswertung der Jahresringe, erbrachte das Jahr 1582 als Fälldatum der Eiche. „Das bedeutet, dass es in diesem Zeitraum an dieser Stelle ein hölzernes Brückenbauwerk über die Schunter gegeben hat“, schlussfolgert Gabriel.

Über neue Erkenntnisse zur Waller Geschichte berichtet Jürgen Gartung im Kreiskalender 2017. Darin beschreibt er den Burggraben vor dem Wall der Scheverlingenburg. Im Frühjahr wurde festgestellt, dass es sich nicht wie bisher angenommen um einen von Schunterwasser gespeisten Wassergraben handelte, sondern um einen Trockengraben. Entgegen bisheriger Geschichtsschreibung war die frühere Scheverlingenburg keine Wasserburg.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Papenteich
Weihnachtsmärchen "Der gestiefelte Kater"

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr