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Ein Assistenzhund für mehr Lebensqualität

Abbesbüttel Ein Assistenzhund für mehr Lebensqualität

Abbesbüttel. Ein paar Minuten voller Panik haben zu einer Entscheidung geführt, die für Maxi mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität, für seine Pflegeeltern Jasmin und Rouven Langanke mehr Sicherheit bedeutet: Maxi soll einen Assistenzhund bekommen. Dessen Ausbildung kostet allerdings 25.000 Euro.

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Auf Anhieb sympathisch: Maxi mit der Labrador-Hündin Dori, die zum Assistenzhund für ihn ausgebildet werden soll.

Quelle: privat

Als Maxi drei Monate alt war, lernten Langankes ihn kennen. „Er hatte einen schweren Start“, sagt Jasmin Langanke. Maxi kam zu früh, musste gleich nach der Geburt reanimiert und mit Sauerstoff versorgt werden. „Das Jugendamt fragte, ob wir nicht erst die Untersuchungen abwarten wollten, bevor wir uns für ihn entscheiden.“ Das kam für das Abbesbütteler Ehepaar auf keinen Fall in Frage. „Wir wussten sofort, dass wir Maxi wollten. Da ist doch nicht entscheidend, ob er eingeschränkt ist oder nicht“, klingt Jasmin Langanke immer noch entrüstet.

Bald wird Maxi fünf Jahre alt. Der Blondschopf ist fast taub, kann nicht sprechen und ist auf dem geistigen Entwicklungsstand eines Einjährigen. „Er ist unser Sonnenschein“, sagt Rouven Langanke und kitzelt seinen Sohn, der vergnügt kichert. „Ein zufriedenes Kind. Es ist nur schwierig, seine Bedürfnisse heraus zu finden.“

Bei einem Urlaub im vorigen Sommer geschah es: Maxi war plötzlich verschwunden. „Wir haben richtig Panik bekommen“, sagt seine Mutter. Immer aufgeregter wurde ihre Suche, immer lauter riefen die Eltern nach dem Kind - und der Knirps stand 15 Meter entfernt und amüsierte sich. „Er war einfach den Hühnern hinterher gelaufen und zwischen ein paar Büschen verschwunden“, sagt Rouven Langanke.

Das war der Moment, in dem das Abbesbütteler Ehepaar anfing, konkret über einen Assistenzhund nachzudenken und Informationen zu sammeln.

Ausbildung dauert zwei Jahre

Die alte Golden-Retriever-Hündin Pauline liebt Maxi heiß und innig. Das hat seine Pflegeeltern Jasmin und Rouven Langanke auf die Idee mit dem Assistenzhund gebracht. „Wir haben viel im Internet recherchiert, bis wir das Richtige gefunden haben“, berichtet Rouven Langanke.

Ein Fernsehbeitrag über Nox, der in der Kinderklinik in Braunschweig als Klinikhund eingesetzt wird, brachte Langankes mit Ulrich Zander und seinem WZ Hundezentrum in Rostock zusammen – dort war Nox ausgebildet worden. Zander kam mit der Labradorhündin Dori nach Abbesbüttel, Menschen und Tier lernten sich kennen. Resultat: Das passt.

Nun absolviert Dori eine zweijährige Ausbildung zum Assistenzhund. Rouven Langanke erklärt: „Wenn Maxi in seinem Bett liegt und weint, holt Dori uns.“ Die Hündin bekommt mit, wenn Maxi Angst hat, zum Beispiel beim Arzt oder Frisör, und beruhigt ihn. Und Dori begleitet Maxi auf seinen Streifzügen in die Welt: Verbunden durch eine so genannte Autismus-Leine, weicht sie dem Jungen nicht von der Seite. „Sie passt im Straßenverkehr und bei größeren Veranstaltungen auf ihn auf“, erklärt Jasmin Langanke. „Das gibt Maxi viel mehr Selbstständigkeit.“

Nach dem ersten Jahr Ausbildung in Rostock kommt Dori nach Abbesbüttel. „Zander wird für eine Zeit hier einziehen“, sagt Rouven Langanke. Und bis zu Doris Tod wird Zander Ansprechpartner für Langankes bleiben. „Das erklärt den Preis von 25.000 Euro für die Ausbildung“, so Jasmin Langanke.

  • Wer verfolgen möchte, wie die Geschichte von Dori und Maxi weiter geht, findet bei Facebook die Seite „Assistenzhund für Maxi“. Der Verein Servicehundzentrum hat außerdem ein Spendenkonto eingerichtet: Verwendungszweck Maxi, IBAN DE07 1305 0000 0201 0635 73.

tru

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