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Andreas Reiffer schätzt die Vielfalt des Verleger-Daseins

Meiner übernimmt Programmauswahl, Marketing, Vertrieb und Satz Andreas Reiffer schätzt die Vielfalt des Verleger-Daseins

Ein großer Stapel mit Bücherkisten steht im Wohnzimmer. „Das muss leider manchmal als Lager herhalten“, zuckt Andreas Reiffer die Achseln. Dort liegen die neuen Herbstbücher, die jetzt unters Volk gebracht werden wollen, während sich der Meiner Verleger schon Gedanken über das Frühjahrsprogramm macht.

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Mit einem seiner jüngsten Werke am Arbeitsplatz: Andreas Reiffer betreibt in Meine einen Verlag, seine Herbstkollektion ist gerade in die Läden gekommen.

Quelle: Christina Rudert

Meine. Das eine liebt er - sich Gedanken über das nächste Programm zu machen -, das andere nicht so - die Bücher an Großhändler, einzelne Buchhandlungen und Endkunden zu schicken. „In einem großen Verlag verteilt sich so was halt auf viele Schultern…“

Aber - das sieht man den blitzenden Augen an - insgesamt liebt Reiffer sein Verleger-Dasein mit all der Vielfalt, die dazu gehört. „Das Lektorat vergebe ich nach außen, da habe ich zwei bis drei freiberufliche Lektoren, obwohl ich natürlich alle Bücher auch selber mitlese.“ Wie das neu erschienene Werk des Luxemburgers Francis Kirps „Die Klasse von 77“: „Wir haben über ein Jahr lang diesen Roman gemeinsam entwickelt. Zwischen der ersten Fassung und der letzten liegen Welten.“ Denn bei aller Liebe zum Buch: „Es muss auch am Markt funktionieren.“

Die Umschlaggestaltung übernehmen freie Grafiker, am liebsten welche aus der Region. Was Reiffer hingegen komplett selber macht, ist - neben Programmauswahl, Marketing und Vertrieb - der Innensatz.

Seit 2000 gibt es den Reiffer-Verlag, zunächst nebenberuflich, seit 2010 kombiniert Reiffert eine Teilzeitstelle als Sozialpädagoge mit dem Beruf des Verlegers. Gestartet ist er allerdings früher: In den 1990er Jahren gab Reiffer so genannte „Fanzines“ - eine Mischung aus Fan und Magazin - heraus, Magazine für Literatur, Satire und Slam Poetry. „Von den Kontakten zu Autoren zehre ich zum Teil bis heute.“

Auch ein Metal-Malbuch ist im Programm

Am Programm des Reiffer-Verlags lässt sich ein bisschen ablesen, wofür Andreas Reiffers Herz schlägt: für die Region, für Eishockey, für Metal, für Eintracht Braunschweig. Und für die Fähigkeit, über sich selber lachen zu können. „Zum Glück kommen hier nicht raue Mengen an unverlangt eingesandten Manuskripten an, die von Autoren wahllos an alle Verlage verschickt werden“, sagt der Meiner Unternehmer. Unverlangt eingesandt war allerdings das nun zum Herbstprogramm gehörende Metal-Malbuch von Renatus Töpke und Martin Hoffmann, das den Titel trägt: „Wer malen will, muss Metal sein!“ Ein ungewöhnliches Projekt, das Reiffer gefiel und in sein Programm passte. Ebenfalls druckfrisch ist von Axel Klingenberg „Die Wahrheit über Niedersachsen“, eine gut gelungene Mischung aus Informationen und Ironie. So amüsiert sich der Autor über die „sprichwörtliche Bauernschläue der Heidebewohner“, die ihn auf der Suche nach dem Heiligen Hain mit Hinweisschildern auf diversen Umwegen entlang sämtlicher gastronomischer Einrichtungen der Gemeinde führen, erwähnt das enthusiastisch betriebene Kinomuseum in Vollbüttel, erzählt die Geschichte von Neudorf-Platendorf in Kurzfassung. Das Mühlenmuseum taucht auch mal auf, und sogar die „mal wieder gesperrte B4“ spielt eine Rolle: Sie liefere sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der A 2 in der Rangliste der größten Verkehrshindernisse Niedersachsens.

tru

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