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Meinersen Zwei Ivorer erzählen von Weihnachten in Afrika
Gifhorn Meinersen Zwei Ivorer erzählen von Weihnachten in Afrika
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00:17 25.12.2018
„Bei uns feiern alle gemeinsam“: Vom Weihnachtsfest in Westafrika berichten Souleymane Ballo (l.) und Damien Bavi Sagbo. Quelle: Hilke Kottlick
Meinersen

Souleymane Ballo und Damien Sagbo Bavi flüchteten wegen der Folgen des Bürgerkriegs und der anhaltenden Gewalt im Land, wie sie sagen. Der 25-jährige Ballo hat nach dem Abitur Informatik studiert, jetzt absolviert er in Gifhorn eine Lehre als Glaser und besucht mit Erfolg die Berufsschule. „Ich bin dort Klassensprecher“, sagt er nicht ohne Stolz. Der 22-jährige Bavi lernte zuhause Schlosser, jetzt ist er Azubi im Bäckerhandwerk. Dafür fährt er jeden Morgen um ein Uhr mit dem Fahrrad von Meinersen nach Gifhorn.

Feiern mit Nachbarn

Die beiden Ivorer blicken zurück auf die Weihnachtszeit in ihrer Heimat. „Wir sind Muslime“, sagt Ballo. „Trotzdem haben wir zu Hause mit unseren christlichen Nachbarn Weihnachten gefeiert, denn natürlich weiß jeder von der Geburt Jesu Christi.“ Er erinnert sich an den Heiligen Abend. Da besuchten die christlichen Nachbarn die Mitternachtsmesse. Am Morgen gab es dann Geschenke und Leckereien für die Kinder – „auch für unsere Kinder, sie sollten nicht nur zusehen, sondern auch Spaß haben“. Der 25-Jährige wiederholt es mehrfach, wenn er sagt: „Hier in Deutschland ist jeder für sich, bei uns sind alle zusammen und alle feiern auch zusammen religiöse Feste“. Er zieht ein Fazit: „Egal, ob Moslem, Christ oder Atheist – für mich bedeutet Religion freundlich und hilfsbereit zu sein und vor allem Respekt voreinander zu haben.“

Feste Überzeugung

Ähnlich sieht es Bavi. Er gehörte in Westafrika zu den Animisten, berichtet er. Animisten sprechen Objekten der Natur eine Seele oder einen innewohnenden Geist zu. Er überrascht mit seiner weiteren Schilderung: „Ich habe mich hier taufen lassen, jetzt bin ich Christ“, sagt Bavi. Er ist fest davon überzeugt – wie er sagt – dass es einen Gott gibt. Er nennt als Grund für seinen Glauben den „unendlichen Himmel und die Erde – das alles kann nicht von selbst entstanden sein, das hat jemand aufgebaut“, sagt er.

Von Hilke Kottlick

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