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Meinersen Wer funkte unter „Florian Gifhorn 1171“?
Gifhorn Meinersen Wer funkte unter „Florian Gifhorn 1171“?
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00:29 09.08.2015
Verbrannt in den Flammen bei Meinersen: Während der Löscharbeiten mit diesem Tanklöschfahrzeug kamen die fünf Feuerwehrleute ums Leben. Quelle: eingereicht
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Er sucht jetzt den „maßgeblichen Mann“, der damals als „Florian Gifhorn 1171“ an dem Funk-Einsatz beteiligt war, um ihm die Aufnahmen als Zeitdokument zu überreichen.

„Mir läuft es immer wieder kalt den Rücken runter, wenn ich die Aufzeichnungen höre“, sagte der 67-Jährige. Er habe während der Waldbrandkatastrophe mit seinem „Telefunken-Kofferradio“ den Funk der Rettungskräfte abgehört und auf Kassette aufgezeichnet. Er spielt einige Minuten der Katastrophe vor: „Wie viele Tote habt ihr?“, heißt es da unter anderem über Funk. Zuerst ist die Rede von drei, später von fünf Toten. Zwischendurch betroffene Stille im Funkverkehr. Dann die Frage, ob die Unfallstelle besser von Leiferde oder von der B 188 aus erreichbar ist und ob es sich bei dem verbrannten Fahrzeug um einen Borgward mit Fallerslebener Kennzeichen handelt.

Eine volle Stunde des Funkverkehrs hat der Gifhorner damals aufgenommen. Dabei sei ihm immer wieder „Florian Gifhorn 1171“ als „maßgeblicher Mann der Feuerwehr“ aufgefallen, der in all der Hektik die Rettungsmaßnahmen souverän koordiniert habe. „Diesen Mann suche ich“, sagt der Ex-Gifhorner. 40 Jahre danach möchte er „Florian Gifhorn 1171“ die historischen Aufzeichnungen überreichen als ein Zeitdokument, das eindrücklich wie kaum ein anderes von der bis dato größten Waldbrandkatastrophe Deutschlands berichtet. hik

Gifhorn/Meinersen. Während der Waldbrandkatastrophe am 10. August 1975 zeichnete ein Gifhorner den Funkverkehr der Rettungskräfte auf.

Die 60 Minuten dauernden Aufnahmen berichten nicht nur von dem tragischen Tod der fünf Feuerwehrmänner, sondern auch von fehlenden Stiefeln oder angeforderten Gasmasken. Auch von einem gelandeten Hubschrauber und einem fehlenden Piloten ist die Rede. Bevor der Pilot wieder auftaucht, knarrt die Frage über seinen Verbleib durch den Äther vor allem vor dem Hintergrund, dass das Feuer nur noch etwa 150 Meter weit weg ist.

Viele Details nahm der heute 67-Jährige auf, der damals auf einem Hügel wohnte und deshalb mit seinem Kofferradio so guten Empfang hatte, wie er sagt. „Ich habe dabei auch den Funkverkehr von den Löscharbeiten aus Stüde, Neudorf-Platendorf und Leiferde auf der Kassette“, schildert der Ex-Gifhorner, dessen Name der Redaktion bekannt ist. hik

In Erinnerung an die fünf Feuerwehrleute, die während der Waldbrandkatastrophe vor 40 Jahren ums Leben kamen, lädt die Feuerwehr Meinersen für Montag, 10. August, um 19 Uhr zur Gedenkveranstaltung an den Gedenkstein nahe der B 188 ein. Außerdem bereiten die Meinerser Brandschützer für den selben Tag ab 19 Uhr eine Ausstellung im örtlichen Feuerwehrhaus vor. Es gibt Filme, Bilder und Berichte von den damaligen Ereignissen. Laut Meinersens Ortsbrandmeister Kai Ludolf ist diese Ausstellung für jedermann geöffnet.

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