Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Weihnachten in Kolumbien

Meinersen Weihnachten in Kolumbien

Mit ein wenig Wehmut denkt sie am Heiligabend an ihren Heimatort Meinersen: Nora Haude ist weit weg - sie arbeitet seit September in Kolumbien (AZ berichtete).

Voriger Artikel
Masurenhilfe sorgt für Freude zu Weihnachten
Nächster Artikel
Mega-Weihnachtsparty: Volles Haus im Kubus

Verbringt ein Jahr in Kolumbien: Nora Haude aus Meinersen.

Quelle: eingereicht

Die 18-Jährige verbringt dort ein Freiwilliges Soziales Jahr in Cali, der drittgrößten Stadt des Landes. Sie arbeitet an der Schule fürs Leben - eine Organisation für Freiwilligendienste im Ausland.

Sie erzählt vom Land, ihrem Alltag, ihrer Arbeit und von der schönsten Zeit für die meisten Kolumbianer: Weihnachten. „Schon Mitte Oktober wird geschmückt, viel bunter als bei uns“, berichtet Nora Haude. „In Kolumbien beginnt Weihnachten schon am 16. Dezember.“ Es schließe sich eine „Novena“ an: „Neun Tage lang, bis zum Heiligabend, treffen sich alle Familienmitglieder täglich bei jemand anderem und spielen die Weihnachtsgeschichte nach, bevor sie essen, trinken und den Abend ausklingen lassen.“

Auch der katholische Feiertag der „unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria“ am 7. Dezember habe große Bedeutung. Sie selbst sei an diesem Tag mit Freunden zu einem Kolumbianer gefahren. „Das Haus war dunkel aber zugleich erhellt von den Lichterketten, die einen Hauch von Weihnachten vermittelten.“ Sie zählt auf: „Ein Plastiktannenbaum, Schafe, eine Krippe, Weihnachtsmänner, kleine Puppen, Lichterketten - alles sah nach Weihnachten aus, nur eins fehlte - die Familie.“

Die erschien um 20 Uhr mit Großeltern, Cousinen, Freunden. „Alle bereiteten ein Picknick vor und setzten sich in den wohnblockeigenen Park. Salsa-Musik, Wein und kubanischer Rum rundeten das Beisammensein ab“, blickt sie zurück. Dann habe jeder eine Kerze angezündet. „Es wurde getanzt und genascht, alle lagen sich in den Armen und genossen den Moment des Glücks.“ Die Kerzen standen „als Zeichen für Frieden und Zusammenhalt in Kolumbien, für Weihnachten.“

Von Hilke Kottlick

Strom gibt‘s gelegentlich, kaltes Wasser immer

Meinersen/Kolumbien (hik). „Ich wohne in einer großen Wohngemeinschaft in San Antonio – einem wunderschönen, kulturell geprägten Stadtteil Calis – gemeinsam mit 29 anderen Freiwilligen“, berichtet Nora Haude von ihrem Alltag. Ihr Zimmer – direkt an Straße und Haustür gelegen – teilt sie sich mit vier anderen Mädels.

Ihr fehle es eigentlich an nichts – „es gibt Gas, gelegentlich Strom und immer kaltes Wasser, doch man wird erfinderisch, was die Küchengeräte angeht. So wird ein Waffeleisen zum täglichen Toaster“ – Improvisationstalent ist gefordert.

Bescheidenheit spielt laut Nora Haude in so einer WG eine große Rolle: Zum Einen müsse man sich an die tägliche eiskalte Dusche und zum Anderen an die sensiblen Toiletten gewöhnen – in die darf man kein Klopapier schmeißen. Stattdessen ist dafür ein kleiner Mülleimer daneben vorgesehen.“

Ruhe und Rücksichtnahme fehlten an allen Ecken und Enden in diesem Haus. „Wodurch man meist pro Nacht nur zwischen drei und fünf Stunden schlafen kann und weshalb ich mir gerade eine eigene Wohnung suche.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Meinersen
Nussknacker in der Stadthalle

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr