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Verstärkter Algenwuchs in Oker, Schunter und Beberbach

AOLG-Jahresprojekt untersucht Fließgewässer Verstärkter Algenwuchs in Oker, Schunter und Beberbach

Eine zu hohe Menge an Phosphat in Oker, Schunter und Beberbach führt zu starkem Algenwachstum, das wiederum hat Auswirkungen auf andere Lebewesen in den Gewässern. Hans-Jürgen Sauer und seine Frau Heidrun von der Aller-Oker-Lachsgemeinschaft untersuchen deshalb ein Jahr lang deren Wasserqualität – und hoffen so, den Pflanzen und Tieren zu helfen.

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Steg über dem Fluss als Arbeitsplatz: Hans-Jürgen und Heidrun Sauer untersuchen ein Jahr lang jeden Monat die Wasserqualität von Oker, Schunter und Beberbach.

Quelle: Hilke Kottlick

Meinersen. Er hat sich dem Gewässerschutz verschrieben: Hans-Jürgen Sauer, Sprecher der Aller-Oker-Lachsgemeinschaft (AOLG), betreut gemeinsam mit seiner Frau Heidrun ein neues Projekt. Ziel ist es, die Gewässerbelastungen von Oker, Schunter und Beberbach zu ermitteln. Eines ist laut Sauer längst klar: „Phosphat ist die Ursache für verstärktes Algenwachstum.“ Die Belastung der Gewässer sei auch Folge der Dünge- und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft. Ein Wassergesetz soll Abhilfe schaffen.

Seit Juni untersuchen Hans-Jürgen und Heidrun Sauer von der AOLG die Fließgewässer Oker, Schunter und Beberbach. Dabei messen sie jeden Monat den ph-Wert, die Temperatur, den Sauerstoff, die Leitfähigkeit und die Stickstoffwerte Ammonium, Nitrit und Nitrat, erläutert der AOLG-Sprecher. „Ferner wird noch der Gesamtphosphatgehalt ermittelt.“ Ausschlaggebend für die Untersuchungen sind Sauer zufolge die stark zunehmenden Algenaufkommen in den drei untersuchten Fließgewässern. Für ihn ist jetzt bereits klar: „Das ermittelte Gesamtphosphat ist die Ursache für das verstärkte Algenwachstum.“

Er erläutert dazu, dass die Untersuchungen im Juni, Juli und August in allen drei Gewässern die Güteklasse II erreichten. Das entspricht der zweitbesten Klasse und einer nur geringen Belastung dieser Gewässer. Trotzdem liegt laut Sauer der Gesamtphosphat-Gehalt mit 25 bis 40 mg/L (Milligramm pro Liter) deutlich über dem Grenzwert, der dem AOLG-Sprecher zufolge 0,15 mg/L nicht überschreiten sollte. Der starke Algenwuchs ist seinen Untersuchungen zufolge die Ursache. Die Algen beeinträchtigen den Wuchs der übrigen Wasserpflanzen, was sich negativ auf den Fischlaich auswirken könne. Als weitere Belastung für die Fische nennt er schwankende Sauerstoffwerte, „die tagsüber durch die Algen Sättigungswerte von mehr als 200 Prozent erreichen können“. Nachts würden die Algen dann viel Sauerstoff aus dem Wasser ziehen. „Sie können dadurch ein Fischsterben auslösen“, warnt er.

Sauer hofft deshalb darauf, dass das neue Wassergesetz dafür sorgen wird, dass weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft die Gewässer belasten werden. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass fünf Meter breite Randstreifen an Gewässern nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden.

Von Hilke Kottlick

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