Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Meinersen Staffordshire greift Husky und Besitzer an
Gifhorn Meinersen Staffordshire greift Husky und Besitzer an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 06.05.2018
Der Schreck nach dem Angriff auf ihren Hund sitzt tief: Heiko und Marika Thormann mit einem Bild ihres schwer verletzten Huskys „Snow". Quelle: Hilke Kottlick
Hillerse

Der Hund rast über die Straße auf eine Menschenansammlung auf dem Hof der Familie Thormann zu. Das Tier stürzt sich auf deren Husky, zerfleischt dessen Pfote. Beim Versuch, seinen Hund zu retten, wird Heiko Thormann von dem Angreifer an der Hand schwer verletzt.

Es gelingt, den Staffordshire nach Hause zu bringen – aber der Hund findet ein Schlupfloch, kehrt zurück, stürzt sich erneut auf den Husky. Die Polizei ermittelt, weitere Infos gibt sie nicht und verweist auf ein anhängiges Verfahren. Thormanns hoffen, dass Auflagen für die Haltung des Staffordshire folgen.

Das wird das Ehepaar nie vergessen

„Bei uns auf dem Hof spielte am 1. Mai der Spielmannszug“, berichtet Heiko Thormann. Eine bunte Gesellschaft hatte sich eingefunden, der gutmütige Husky „Snow“ gehörte wie stets dazu. Dann passierte, was das Ehepaar Heiko und Marika Thormann nie vergessen wird.

Der Staffordshire von gegenüber war plötzlich vor Ort und attackierte den Husky so schwer, dass dessen Pfote gebrochen wurde. „Unser Hund hat nur noch geschrien, er hat mich immer nur hilfesuchend angesehen“, berichtet Marika Thormann unter Tränen.

Der Staffordshire kommt ein zweites Mal

Auch ihr Mann wurde von dem Angreifer an der Hand schwer verletzt – er hatte versucht, „Snow“ zu retten. Letztlich gelang es laut Thormann den Besitzern, den Staffordshire nach Hause zu bringen. Dort jedoch konnte er entkommen. Er kehrte zurück, stürzte sich erneut auf den Husky, zerbiss eine weitere Pfote.

Behandlung in der Tierärztlichen Hochschule

Endlich wurde der Angreifer gesichert, die Polizei gerufen, Anzeige erstattet. „Passiert ist bislang nichts“, bedauern Thormanns. Sie berichten, dass Husky „Snow“ vom örtlichen Tierarzt so weit behandelt wurde, dass er zur Tierärztlichen Hochschule nach Hannover transportiert werden konnte. „Wäre kein Puls in seiner Pfote messbar gewesen, hätte der Fuß des Hundes amputiert werden müssen“, erfuhr das Hillerser Ehepaar von den Veterinären dort. Auch Thormann selbst musste seine Hand behandeln lassen – der Staffordshire hat ihm eine schwere Fleischwunde zugefügt. „Ich bin zwei Wochen krank geschrieben.“

Der Besitzer des Staffordshire hat sich laut Thormanns entschuldigt und die Bereitschaft zur Übernahme der Behandlungskosten signalisiert. Die Thormanns hoffen nun, dass die Behörden schneller reagieren, dass es Auflagen für die Hundehaltung des Staffordshire gibt und Maßnahmen wie Maulkorb- und Leinenzwang folgen werden, „damit die Nachbarschaft wieder ruhig schlafen kann.“

Strenge Auflagen – aber nicht in Niedersachsen

Mit Ausnahme von Niedersachsen, Thüringen und Schleswig-Holstein, in denen es keine Rasseliste gibt, zählt laut Internet-Lexikon Wikipedia der American Staffordshire in Deutschlands Bundesländern zu den Listenhunden, die als „Kampfhunde“ bezeichnet werden. In fast allen deutschen Bundesländern unterliegt die Haltung strengen Auflagen.

Von Hilke Kottlick

Damit auch kein Wunsch verloren geht, überreichte Gleichstellungsbeauftragte Natascha Heumann einen Baum mit 60 Wünschen an die Verwaltung der Samtgemeinde Meinersen. Während des ersten Handelstages hatten die Teilnehmerinnen ihre frauenpolitischen Anliegen dafür notiert. Jetzt sind Politik und Verwaltung gefordert.

05.05.2018

Die Gemeinde Hillerse pflegt eine Partnerschaft mit Amfreville und Dolton. Auch die beiden Orte in Frankreich und England sind miteinander befreundet. Jetzt trafen sich alle für ein verlängertes Wochenende in Hillerse. Dazu gesellten sich noch ein paar Belgier aus Brunehaut.

01.05.2018

Groß-Einsatz am Montagabend in Dalldorf: Der Gefahrgut-Zug Süd rückte aus, weil auf einem Firmengelände unbekannte Flüssigkeit aus einem Lkw auslief. Meinersens Samtgemeindebrandmeister Sven J. Mayer hatte daraufhin ABC-Alarm gegeben.

30.04.2018