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Meinersen Spargelfeld wird Biotop
Gifhorn Meinersen Spargelfeld wird Biotop
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00:26 25.06.2015
Wiese statt Spargelacker: Aktiv wurden Wolfgang Frank (v.l.), Friederike Franke, Adolf Voges und Hans-Hermann Kalberlah. Quelle: Hilke Kottlick
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Da blüht blaues „Dehner Phacelia“ - auch Bienenfreund genannt. Genauso strecken sich weiße Ölrettich- und Buchweizen-Blüten dem Licht entgegen, gelbe Sonnenblumen folgen im Sommer. Als „kleine Oase“ bezeichnet Friederike Franke vom Naturschutzverband Aller-Oker den Blühstreifen an der Dieckhorster Straße bei Meinersen. Die Naturschützer richteten dort ein Rebhuhn-Biotop her - mit Erfolg.

„Wir haben 2010 einen 8500 Quadratmeter großen Spargelacker gepachtet“, erläutern Franke und ihr Stellvertreter Hans-Hermann Kalberlah. An der südlich angrenzenden Ackerfläche wurde gemeinsam mit Meinerser Jägern unter Leitung von Adolf Voges eine Hecke aus 200 Sträuchern wie Salweide, Weißdorn, Schneeball und Eberesche gepflanzt. Auf einem Drittel der Biotop-Fläche wurde eine Blühmischung eingesät - gespendet vom Meinerser Imker Wolfgang Frank. Auch viele Landwirte haben Blühstreifen angelegt, beobachtete Voges. Die Imker honorieren diese Aussaat mit 100 Euro, das Land bezuschusst sie mit 800 Euro pro Hektar, kennt Frank Hintergründe.

Die Bemühungen für das Biotop des Naturschutzverbandes, die vor fünf Jahren ihren Ursprung hatten, sind offenbar von Erfolg gekrönt. So berichtet Voges von Fasanen, Rehwild, „Hasen ohne Ende“ und den Rebhühnern, die wieder zu beobachten sind.

Sie benötigen laut Franke offene und halboffene Kulturlandschaften mit Hecken, Feldgehölzen und wenig gemähten Saumstreifen. Ihr Appell an Gemeinde und Landwirte lautet dann auch, Feldraine und Grabenränder möglichst spät - „nicht vor Mitte Juli“ - zu mähen. „Damit wäre neben dem Rebhuhn vielen weiteren Wildtierarten wie dem Feldhasen geholfen.“

hik

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