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Meinersen Wie AZ-Nachfragen Leona (5) das Leben erleichtern
Gifhorn Meinersen Wie AZ-Nachfragen Leona (5) das Leben erleichtern
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00:17 25.12.2018
Begleitung ab Januar: Antje Nietsch-Gese (v.l.) freute sich mit Leonas Schwester Luisa, Mutter Jennifer Menke und der kleinen Leona über die gute Nachricht. Quelle: Hilke Kottlick
Flettmar

Seit dem Sommer fährt Jennifer Menke ihre körperlich und geistig beeinträchtigte Tochter zur Integrations-Kita in Gifhorn. Obwohl ein Bus pendelt, darf das Kind nicht mitfahren – es fehlt die Begleitung für den Notfall. Die Mutter suchte Hilfe, die AZ recherchierte. Das Ergebnis: Ab Januar wird eine Fachkraft das Kind zur Kita begleiten.

Leona ist fünf Jahre alt. Sie kam mit dem Aycadi-Syndrom zur Welt, sie leidet unter Muskelkrämpfen und epileptischen Anfällen. Die Fünfjährige läuft nicht, spricht nicht. Lag ihre Lebenserwartung nach Auskunft der Ärzte anfangs bei sechs bis zwölf Jahren, „liegt deren Einschätzung jetzt bei 20 Jahren“, sagt Jennifer Menke.

Trotzdem besucht Leona den Integrations-Kindergarten der Lebenshilfe in Gifhorn. Ihre Mutter fährt das Kind seit dem Sommer täglich zur Kita und holt es ab – obwohl ein Bus pendelt. Leona darf darin nicht mitfahren – es fehlt an einer Begleitperson für den Notfall, auch die Kostenfrage für den Transport ist zwischen Krankenkasse und Landkreis nicht geklärt. „Der eine schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu“, sagt die Mutter.

Unbürokratische Gespräche zwischen Krankenkasse und Landkreis

Auf Unterstützung hoffend, setzte sie sich deshalb mit Antje Nietsch-Gese, Bürgervertreterin der Gemeinde Müden, in Verbindung, die wiederum informierte die AZ. Es folgten nur eine Anfrage an den Landkreis und zwei Gespräche mit der Krankenkasse und dort wurde sofort und unbürokratisch gehandelt.

„Zusammen mit dem Landkreis Gifhorn, der hier ebenso wie die Krankenkasse für die Sicherstellung eines gefahrlosen Transports von Leona zuständig ist, haben wir nach einer gemeinsamen Lösung gesucht“, teilte Claudia Zander von der AOK Hannover noch am selben Tag mit. Dies habe bisher nicht zu einem Ergebnis geführt.

Eine Fachkrankenpflege fährt im Bus mit

„Um die Familie zu entlasten, werden wir Leona jetzt eine Fachkrankenpflege an die Seite stellen, die sie auf dem Transportweg von und zur Kita betreut und auch während ihrer gesamten Zeit in der Kita an ihrer Seite ist“, so Zander weiter. Auch ein Pflegedienst sei bereits kontaktiert worden, der sich mit der Familie in Verbindung setzen wird.

Diese Nachricht erreichte Jennifer Menke am selben Tag. „Der Pflegedienst hat mit mir schon einen Termin zum Kennenlernen zwischen Weihnachten und Neujahr ausgemacht“, kann sie die schnelle Reaktion kaum glauben. Sie freut sich unglaublich und sagt: „Das ist wie ein Lichtstreif am Horizont, ich bin total erleichtert!“

Von Hilke Kottlick

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