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Schild an Gefahrstofflager gibt „Anlass zur Sorge“

Hillerse Schild an Gefahrstofflager gibt „Anlass zur Sorge“

Hillerse. Zwei Kilometer westlich von Hillerse entsteht derzeit ein Gefahrstofflager. Die Raiffeisen Waren GmbH plant dort die Lagerung von Pflanzenschutzmitteln (AZ berichtete). Besorgte Bürger aus dem angrenzenden Peiner Raum machen jetzt aufmerksam auf eine Kennzeichnung, die auf dem Bauschild zu lesen ist.

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Vorzeitiger Baustart: Die Raiffeisen Waren GmbH baut neben der Biogasanlage bei Hillerse ein Gefahrstofflager für Düngemittel. Besorgte Anlieger sehen Gefahren bei der Lagerung der Stoffe.

Quelle: Hilke Kottlick

„Anlage zur Lagerung von sehr giftigen, giftigen, brandfördernden oder explosionsgefährlichen Stoffen und Gemischen“, heißt es dort. „Das gibt Anlass zur Sorge“, meint Anwohner Torsten Bock aus dem nur wenige Kilometer entfernten Wipshausen im Kreis Peine.

Diese Warnung passe nicht zu der Aussage, dass dort überwiegend Pflanzenschutzmittel gelagert werden sollen, meint Bock. Die Raiffeisen Waren GmbH habe im Vorfeld mitgeteilt, es gehe an dem „strategisch günstig gelegenen Standort“ überwiegend um die Versorgung der Landwirte mit Pflanzenschutzmitteln. Das, was auf dem Bauschild zu lesen ist, „klingt aber weniger harmlos“, sagt der Wipshäuser.

„Unternehmen sind baurechtlich dazu verpflichtet, in dieser Form mit offizieller Bezeichnung auf die einzelnen Kategorien hinzuweisen“, sagt dazu Reemt Bernert, Unternehmens-Pressesprecher der Raiffeisen Waren GmbH. Die Befürchtungen von Torsten Bock waren laut Bernert auch im Verlauf einer Informationsveranstaltung in Hillerse geäußert worden. Sie seien dem Unternehmens-Sprecher zufolge „transparent aufgegriffen und entkräftet worden“. Bernert wies darauf hin, dass Raiffeisen schon seit den 1990er-Jahren Pflanzenschutzlager in Fritzlar und Weimar betreibt. Er versichert: „In keinem der Lager hat es bisher Störfälle gegeben.“

Der Rohbau des bei Hillerse geplanten Gefahrstofflagers der Raiffeisen Waren GmbH neben der bestehenden Biogasanlage „ist fast fertig“, informierte gestern Projektleiter Klaus Oeder im Zuge einer Baubesprechung. Auf AZ-Nachfrage sagte er: „Wir erfüllen mit dieser Anlage alle gesetzlichen Auflagen.“ Damit nahm er auch Stellung zu den Vorwürfen von Torsten Bock aus Wipshausen. „Wir lagern hier keinen Sprengstoff“, versicherte Oeder. Verglichen mit der Lagerung von Pflanzenschutzmitteln sei der Betrieb einer für jedermann zugänglichen Tankstelle weitaus gefährlicher. „Benzin ist toxisch, leicht entzündbar und es ist — gelagert in Garagen – sogar für Kinder zugänglich“, zählte der Projektleiter auf.

Er verwies auf die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn der Anlage. Demnach seien für das Gefahrstofflager die Erdarbeiten ebenso beendet wie der Bau der Fundamente und Wände. Der Projektleiter blickte nach vorn: „Die Einweihung ist für den Herbst geplant.“

Von Hilke Kottlick

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