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Schafe schützen: Esel sollen Wölfe vertreiben

Seershausen Schafe schützen: Esel sollen Wölfe vertreiben

Seershausen. Sie beißen, schreien, keilen aus: Auf Esel gegen Wölfe setzt Karl-Heinz Leimbach. Der Wanderschäfer aus Peine verbringt mit seiner Herde den Winter auf den Wiesen bei Seershausen. Mit Langohren möchte er künftig seine Herde vor Wolfs-Angriffen schützen. „Esel flüchten nicht, sie greifen an“, sagt er.

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Setzt auf Esel: Karl-Heinz Leimbach hofft darauf, dass die Langohren Wölfe vertreiben.

Quelle: Hilke Kottlick

Von Kollegen weiß Leimbach, dass Esel versuchen, Raubtiere mit lautem Geschrei, Bissen und Tritten zu vertreiben. „Sie gehen gegen alle hundeartigen Tiere wie Füchse, Luchse und Wölfe an“, sagt der Schäfer. Selbst seine beiden Hütehunde Benno und Mohr müssten sich vor den Hufen der Grautiere namens Max und Moritz in Acht nehmen. „Bellen die Hunde zu laut, schlagen die Esel schon mal aus“, sagt er.

„Ich selbst habe bislang noch keinen Wolf gesehen“, räumt der Schäfer ein. Er wisse aber, dass bei Eickenrode im Kreis Peine - nur wenige Kilometer entfernt - ein Wolf anhand von Kotproben genetisch nachgewiesen wurde. Auch kenne er die Berichte eines Kollegen aus Vechta, in dessen Herde eine Wölfin bereits sechsmal Schafe gerissen hat - „trotz Herdenschutzhunden“, sagt er .

Um seine 450 Muttertiere mit ihren derzeit etwa 250 Lämmern vor Wolfsangriffen zu schützen, setzt Leimbach nicht auf hohe Schutzzäune - „die kippen bei starkem Wind um und ich kann sie nicht täglich umstecken“. Er hält die Herde mit einem Zaun in Schach und hofft auf die Esel. Behutsam habe er sie als Jungtiere an die Schafe gewöhnt - „sie gehören jetzt zur Herde dazu“. Komme Isegrimm als Einzelgänger der Herde einmal zu nahe, meint der Schäfer, dass ihm zuerst ein Stromschlag am Elektrozaun eine Lehre erteilt und der Wolf davon ebenso vertrieben wird wie vom ohrenbetäubenden Geschrei von Max und Moritz, die zudem mit Bissen und auskeilenden Hufen zum Angriff übergehen.

hik

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