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Rentnerehepaar blockiert Arbeiten am Gehweg mit VW-Bulli

Flettmar Rentnerehepaar blockiert Arbeiten am Gehweg mit VW-Bulli

Ein streitbares Rentnerehepaar kämpfte lange Zeit gegen den Bau eines Fußeges entlang des Hauses am Ortseingang. Der Protest gipfelte gestern darin, dass Hiltraud und Werner Haufe die Bauarbeiten mit einem Bulli blockierten.

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„Sinnloser Gehweg“: Hildtraud Haufe blockierte mit einem Auto die Bauarbeiten.

Quelle: Hilke Kottlick

Flettmar. Hiltraud und Werner Haufe aus Flettmar mochten ihren Augen kaum trauen. Als sie gestern Morgen um 9 Uhr das Haus verließen, waren die Baggerarbeiten bereits im vollen Gang mit dem Ziel, den Gehweg entlang ihres Grundstücks zu bauen. Genau dagegen hatte sich das Rentnerehepaar bereits in der vorigen Woche zu wehren versucht. „Der Gehweg ist sinnlos, weil da niemand lang geht“, lautete das Argument (AZ berichtete exklusiv). Anlass für Hiltraud Haufe dann auch gestern zu handeln: Kurzerhand blockierte sie mit einem parkenden Bus die Baustelle - und nichts ging mehr, die Bagger schwiegen.

Im Rahmen der Dorferneuerung wird in Flettmar in der Böckelser Straße der Bürgersteig gebaut, der jetzt auch am Haus der Haufes vorbeiführen soll. Verwunderlich ist es den Rentnern zufolge dabei, dass erst am vorigen Freitag der Ortsdurchgangsstein (OD-Stein) bis zu ihrem Haus an den Ortsrand versetzt wurde. Vorher habe der Stein weiter im Dorf gestanden. Das Ehepaar vermutet: „Das hängt mit dem AZ-Bericht zusammen.“ Darin hatte der Müdener Gemeindedirektor Eckhard Montzka begründet, dass der Müdener Rat mehrheitlich dafür gestimmt hatte, den Gehweg mit Mitteln der Dorferneuerung herzustellen - bis zur Ortsrandlange.

Merkwürdig ist laut Haufes außerdem, dass dieses Stück Fußweg im Bauplan gar nicht eingezeichnet ist. „Dann ist der sinnlose Fußweg ja ein Schwarzbau“, sagen die Rentner, „und wir sollen dafür 1250 Euro zahlen.“

Bauamtschef Tobias Kluge hielt gestern auf Anfrage dagegen: „Haufes wussten aus der Anliegerversammlung und aus der Ratssitzung vom geplanten Bau des Gehweges.“ Dass der OD-Stein jetzt am Freitag versetzt wurde, damit habe die Verwaltung der Samtgemeinde nichts zu tun, „das war Zufall und ist Sache das Landkreises“, betonte Kluge weiterhin.

Nachdem Hiltraud und Werner Haufe gestern erst die beginnenden Bauarbeiten am Gehweg mit einem Bulli blockierten, resignierten sie letztlich nach zahlreichen Telefonaten und Gesprächen: „Wenn sie den Bulli nicht weg fahren, dann müssen wir die Polizei holen, ihren Wagen abschleppen lassen, und sie tragen auch noch diese Kosten“, erläuterten die Bauarbeiter. Anlass für Hiltraud Haufe, den Wagen zu starten und das Feld zu räumen.

hik

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