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Radelnder Rentner: In 24 Stunden bis Stralsund

Ettenbüttel Radelnder Rentner: In 24 Stunden bis Stralsund

Ettenbüttel. Er ist in Topform und hat das jetzt erneut bewiesen: Heinz Labs aus Ettenbüttel setzte sich an einem Sonnabend morgens um 3 Uhr aufs Rad und strampelte los. Nach 362 Kilometern erreichte er 24 Stunden später sein Ziel - das Tor zur Insel Rügen: Stralsund.

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Wieder auf Tour: Der radelnde Rentner Heinz Labs fuhr jetzt innerhalb von 24 Stunden 362 Kilometer weit von Ettenbüttel nach Stralsund.

„Alle zwei Jahre gehen wir mit Freunden auf Tour“, erzählt der radelnde Rentner Labs, der in einer Woche 65. Geburtstag feiert. Bevor jedoch Frau und Freunde nachkommen, steigt er auf seinen Drahtesel und radelt voraus. Vor zwei Jahren war das 253 Kilometer entfernte Berlin sein Ziel (AZ berichtete). Jetzt zog es den Ettenbütteler noch 110 Kilometer weiter, nach Stralsund.

„Um 3 Uhr morgens ging‘s los“, erzählt Labs. Richtung Osten fuhr er der aufgehenden Sonne entgegen. Drei Monate lang hatte er vorab anhand von 200 Kilometer-Strecken trainiert. Dementsprechend gut sei jetzt die Kondition. Allein die Kälte - „fünf bis acht Grad Celsius“ - habe ihn überrascht. „Bei Dömitz fuhr ich über die Elbe“, blickt der Ettenbütteler zurück auf die Strecke, die er ganz ohne Karte bewältigt hat.

Auch das funktionierte, allerdings: „Ich habe die Hügel in Mecklenburg-Vorpommern unterschätzt.“ Eine 20 Stunden-Tour hatte er kalkuliert, 24 Stunden wurden es, und er erreichte sein Ziel um 3 Uhr morgens. Da war kein Hotel zu finden, und Frühstück gab‘s auch noch nicht. Also setzte er sich erneut auf sein City-Bike und strampelte weitere Stunden rund um Stralsund, um die Zeit zu überbrücken. Letztlich fand er erschöpft ein Hotel.

Ausruhen geht nicht, denn Labs möchte seinen Schwung beibehalten. Er plant eine kombinierte Auto-Fahrrad-Tour zum Oldtimertreffen im August in Holland - schlappe 500 Kilometer weit. hik

 Nach drei Monaten Vorbereitung fuhr Heinz Labs, der radelnde Rentner aus Ettenbüttel, mit seinem City-Bike innerhalb von 24 Stunden 362 Kilometer weit von Ettenbüttel nach Stralsund. „Ich war 28 Stunden auf den Beinen“, sagt er. „Mein Benzin bestand aus drei Litern Mineralwasser, drei Litern Apfelschorle, zwei Litern Kaffee, zwei Bananen und 500 Gramm Nüssen und Rosinen“, zählt er auf. Nach seinem 24-Stunden-Ritt auf dem Drahtesel konnte er früh morgens im Hotel noch nichts essen. „Ich habe bis 17 Uhr geschlafen und dann nur gebratene Nudeln und Gemüse gegessen“, sagt er. Mehr ging nach der Anstrengung nicht, Traubenzucker und Salztabletten habe er noch dazu eingenommen.

Bis seine Frau und die Freunde kamen, blieben ihm noch zwei Tage Zeit. „Ich habe mir die Stadt angeschaut und viele Menschen getroffen“, sagt er. Darunter sei auch ein Radler-Ehepaar aus Holland gewesen. Als er ihnen erzählte, dass er aus der Nähe von Wolfsburg stamme, hätten die Holländer sofort einen gemeinsamen Nenner entdeckt: „Beim VfL Wolfsburg spielt der Niederländer Bas Dost“, wussten sie, und der – wie klein ist die Welt – „wohnt in Deventer in unserer Straße“.

hik

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