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Meinersen Patenschaft statt Tiere zu Weihnachten schenken
Gifhorn Meinersen Patenschaft statt Tiere zu Weihnachten schenken
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18:00 22.12.2015
Weihnachtsmann mit Katze als Geschenk: Lebendige Geschenke können zu einer Belastung werden - immer wieder werden zuvor geschenkte Tiere später ausgesetzt. Quelle: Archiv
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Leiferde. Ob Schildkröten, Hamster oder Fische - glückliche Kinderaugen unter dem Weihnachtsbaum sind oft nur von kurzer Dauer. Schnell werden viele lebendige Geschenke zur Belastung für die Familie. Spätestens vor dem nächsten Sommerurlaub finden sich die Tiere auf der Straße, im Tümpel oder im Gebüsch wieder, landen im Tierasyl oder im Müll, weiß Bärbel Rogoschik vom Artenschutzzentrum in Leiferde. Ihr Tipp: Statt lebender Tiere eine Patenschaft zum Fest verschenken.

„Ausgesetzte Exoten stellen für die heimische Natur oft ein Problem dar“, mahnt Rogoschik. Während tropische Arten hier kaum den Winter überstehen, kommen andere mit dem Klima klar. Freigesetzte Aquarienfische, Amphibien wie Ochsenfrösche und Reptilien sind keine Seltenheit mehr in Deutschlands Natur, sagt sie.

Einmal etabliert, können manche Exoten zur Belastung für die heimische Tierwelt werden und angestammte Arten verdrängen. „Eingeschleppte Tiere können durch solche Auswirkungen Bescherungen ganz anderer Art anrichten“, sagt Rogoschik. Ihr Tipp: Anstatt lebender Geschenke unterm Weihnachtsbaum, können Nabu-Geschenk-Patenschaften einen sinnvollen Beitrag leisten, heimischen Tieren beizustehen - beispielsweise die Rettung eines Storches, Uhus oder einer Eule im Artenschutzzentrum. Dort werden im Jahr knapp 2000 artengeschützte Wildtiere versorgt, die krank, verletzt oder hilflos sind, aus nicht artgerechter Haltung stammen oder beschlagnahmt wurden. „Wer helfen möchte, kann dies gerade zu Weihnachten mit einer Patenschaft tun“, sagt Rogoschik.

Infos über eine Tierpatenschaft gibt es im Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde unter Tel. 05373-6677 oder unter www.nabuzentrum-leiferde.de.

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