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Ohof: Diakonissen verlassen das Dorf

Ohof Ohof: Diakonissen verlassen das Dorf

Ohof. Es gibt kaum mehr Nachwuchs, das Durchschnittsalter liegt bei 78 Jahren - die Tage der Diakonissen in Ohof sind gezählt, die Schwestern ziehen fort.

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Abschied und Neubeginn: Die Diakonissen sind fort, das Alten- und Schwesternheim in Ohof wurde verkauft.

Quelle: Kottlick

Das Diakonissen-Mutterhaus Bleibergquelle bei Essen ist ihr Ziel, berichtet Schwester Astrid, Heim- und Pflegedienstleiterin, vor ihrer Abreise auf AZ-Anfrage. Haus und Gelände in Ohof sollen verkauft werden, ebenso das Altenheim. Der Betreiberwechsel sei für den 1. Juni geplant.

Nach Übernahme durch den neuen Betreiber werden „die 40 Pflegekräfte hier übernommen“, sagt Schwester Astrid. Das Ohofer Altenheim, in dem derzeit 35 Senioren leben, bleibe in neuer Trägerschaft erhalten. Nur der Name ändere sich - das Altenheim firmiere künftig unter der Bezeichnung Senioren-Residenz Meinersen. Abschied und Neubeginn sollen entsprechend gefeiert werden - im Schwesternheim in Ohof, Am Walde 1, am Dienstag, 21. April, ab 17 Uhr.

„Die Bereitschaft verbindlich zu leben - wie in einer Ehe - besteht heute kaum mehr“, nennt Schwester Astrid Hintergründe für die Veränderungen. Sie blickt zurück auf die Gründung der Schwesternschaft im Jahr 1899. Vier junge Frauen seien damals von dem Pfarrer Ferdinand Blazejewski und seiner Frau in Ostpreußen in Bibelkunde und Hauswirtschaft ausgebildet worden. „Ziel dieser Frauen war ein anderer Lebensstil, sie wollten Gott dienen“, taucht die Pflegedienstleiterin ein in die Geschichte der Schwestern. Sie deutet auf ihre Kleidung - etwas abgeändert, sei es nach wie vor „die Tracht einer verheirateten Frau aus dem 17. Jahrhundert“, erläutert sie. Die Schwestern trugen diese Kleider, um damals „so geschützt leben zu können wie eine Ehefrau“.

Die Zeit der Schwestern in Ohof ist jetzt beendet. Schwester Astrid zog es bereits zum Mutterhaus Bleibergquelle. Sie sagt, dass „jede Veränderung auch neue Chancen beinhaltet“.

hik

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