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Nordkorea-Bildband: Stiftung unterstützt Fotografin

Meinersen Nordkorea-Bildband: Stiftung unterstützt Fotografin

Meinersen. Begabte Künstler mit einem Stipendium zu unterstützen, hat sich die Bösenberg-Stiftung in Meinersen auf die Fahne geschrieben. In diesem Jahr ermöglicht die Stiftung den Aufenthalt eines Fotografen im Künstlerhaus. Damit aber nicht genug: Anhand eines Reisestipendiums wurde auch eine Fotografin finanziert. Fazit jetzt: Zur Buchmesse im Oktober kommt der Bildband „North Korea - The Power of Dreams“ der Berliner Studentin Xiomara Bender heraus.

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Xiomara Bender: Unterstützt von der Bösenberg-Stiftung gibt die Studentin zur Buchmesse den Bildband „North Korea – The Power of Dreams“ heraus.

Quelle: Hilke Kottlick

Meinersen. „Eigentlich sollte nur ein einziges Stipendium vergeben werden“, berichtet Dirk Bösenberg. Das ist auch geschehen - einem Fotografen wird ein Aufenthalt im Meinerser Künstlerhaus ermöglicht. Eine „eigenartige Bewerbung“ verlockte Bösenberg zufolge jedoch zur weiteren Unterstützung: Xiomara Bender, Studentin an der BTK (Berliner Technische Kunsthochschule) und als Fotografin empfohlen von ihrem Professor, wollte ein Fotobuch über Nordkorea heraus geben. Problem dabei sei jedoch die Finanzierung der Reisekosten gewesen. „Das Thema interessierte uns, und wir hatten noch ein paar Groschen“, sagt Bösenberg. Also half die Stiftung auch hier - mit einem Reise-Stipendium. Fazit jetzt: Das Buch „North Korea - The Power of Dreams“ von Xiomara Bender kommt zur Buchmesse auf den Markt.

Eine Bedingung für die Unterstützung gab es aber auch - laut Bösenberg eine Foto-Ausstellung von der Nordkorea-Reise im Meinerser Künstlerhaus - sie ist geplant für November.

Fasziniert vom Land Nordkorea

Meinersen. Die Menschen und Momente, die Xiomara Bender in Nordkorea fotografierte, lassen laut Dirk Bösenberg den Betrachter eintauchen in des echte Leben dieses ostasiatischen Landes. „Die Fotos zeigen nicht, wie schrecklich die Welt doch ist, sie beweisen, dass es neben der dunklen auch die helle Seite, die menschliche Seite gibt“, sagt er. Xiomara Bender reiste gemeinsam mit ihrem Vater als Reiseexperten bereits viermal nach Nordkorea. Die 28-Jährige, in Basel geboren und in Frankfurt aufgewachsen, lebt in Berlin. Als sie im Jahr 2011 nach Ostasien reiste, „wurde ich mit dem Nordkorea-Virus infiziert“, sagt sie. Damals in der Hotelbranche tätig, verkaufte sie erstmals Fotos. „Als ich merkte, dass ich mit dem Fotografieren Geld verdienen kann, schrieb ich mich für ein Studium an der BTK in Berlin ein.“ Der Erfolg gab ihr recht. Sie erhielt Jobs und Angebote, wurde als Fotografin für die Tiroler Festspiele engagiert. Neben all der Arbeit ließ „mich Nordkorea nicht mehr los“, sagt sie. Und obwohl allgemein bekannt ist, dass dieses Land eine Diktatur und die Staatsführung wegen schwerer Verletzungen der Menschenrechte international in der Kritik ist, war sie fasziniert von diesem „skurrilen, pittoresken Land, der Architektur, der Landschaft, den wunderschönen Frauen.“ Laut Bender gab‘s eine „große Diskrepanz zwischen dem, was ich vorher gehört und dem, was ich dort gesehen habe“. Während ihrer Reise fotografierte sie vorzugsweise individuell gekleidete Frauen und hielt ganz besondere Momente fest. Für das Coverbild ihres Buches nahm sie beispielsweise „eine Frau durch ein Fenster im Bus auf, die bemerkte, dass ich sie fotografiere“. Diese Frau habe sich aber nicht – wie früher dort üblich – abgewandt, sondern sich in Szene gesetzt. „Es war fast so, als wollte sie mir als Fotografin einen Gefallen tun“, erinnert sich die 28-Jährige an den Augenblick. In Nordkorea ist laut Bender „eine neue Entwicklung, ein Wandel spürbar“. Sie betont, dass es mittlerweile durchaus möglich ist, dieses Land zu besuchen. „5000 Touristen kommen bereits jährlich“, sagt sie und fügt auch hinzu: „Die Gedanken sind ja immer noch frei.“

hik

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