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Meinersen Neue Unterkunft für die Fahrradwerkstatt gesucht
Gifhorn Meinersen Neue Unterkunft für die Fahrradwerkstatt gesucht
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00:16 18.07.2016
Ersatzteillager: Gabriele Dreske freut sich über Spenden für die Fahrradwerkstatt in dem alten Fachwerkhaus an der Schmiedestraße. Quelle: Hilk eKottlick
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Meinersen. Das Angebot ist ein Renner - jeder Flüchtling in der Samtgemeinde Meinersen kann davon profitieren: Seit einem Jahr besteht in Meinersen eine Fahrradwerkstatt. Initiiert von Ralf und Gabriele Dreske aus Ohof, treffen sich dafür in einem alten Haus in der Meinerser Schmiedestraße jeweils an einem vorher fest gelegten Freitag ab 13 Uhr Tüftler aus den Reihen der Flüchtlinge und der Integrationslotsen, um gemeinsam alte Drahtesel wieder flott zu machen. Das Projekt boomt. Jetzt allerdings soll das alte Haus abgerissen werden. Dann hat die Fahrradwerkstatt keine Bleibe mehr - neue Räume werden deshalb dringend gesucht.

„Anfangs haben wir Fahrräder unter freiem Himmel vor dem Flüchtlingswohnheim repariert“, blicken Ralf und Gabriele Dreske zurück auf die Anfänge der Fahrradwerkstatt. Später wurde ihnen die kostenfreie Nutzung der Räume in dem alten Fachwerkhaus in der Schmiedestraße angeboten. Damit ist jetzt jedoch Schluss - „das alte Haus soll abgerissen werden“, weiß Ralf Dreske. Er wünscht sich deshalb den Fortbestand des erfolgreichen Projektes in neuen Räumen in Meinersen, „die auch von den Flüchtlingen zu Fuß erreichbar sind“. Schön wäre laut Dreske dabei eine Lagermöglichkeit für die alten Räder und ein Raum, in dem zugleich zwei Leute arbeiten können. Der Grund: „Manche Flüchtlinge können Räder reparieren, andere müssen das erst lernen.“ Dreske fände es auch „toll, wenn vor Ort ein Stromanschluss und Zugang zu einer Toilette wären“.

Er hofft darauf, das erfolgreiche Projekt Fahrradwerkstatt auch künftig anbieten zu können und freute sich über entsprechende Anrufe unter Tel. 05372-9719456 bei Nadine Bagger, die als Mitarbeiterin der Meinerser Jugendpflege die Integrationsprojekte koordiniert. hik

Sicherheit hat Priorität, deshalb „geben wir nur die Räder aus, die wir auch selbst fertig gemacht haben“, sagen Ralf und Gabriele Dreske von der Fahrradwerkstatt. Außerdem gucken sie genau, ob die Flüchtlinge überhaupt radeln können. Falls nicht, wird trainiert. „Wir bieten außerdem eine Mappe mit Verkehrsregeln in mehreren Sprachen an“, sagt Gabriele Dreske.

Im Laufe des ersten Jahres sei einiges nachgebessert worden. Wurden reparierte Fahrräder bislang mit einem Aufkleber „Integrationslotsen“ versehen, „der sich ständig löste“, wie sie sagt, gibt es jetzt eine Neuerung: „Einen Fahrradpass, auf den besonders die Kinder sehr stolz sind.“ Ist ein alter Drahtesel wieder flott gemacht, wird er samt Pass und Fahrradschloss an die Flüchtlinge abgegeben. Kinder werden zudem mit gelben Warnwesten ausgerüstet, „die wir vom ADAC bekommen haben“, verweist sie auf diese Spenden, die ebenso willkommen sind wie die zahlreichen Ersatzteile und Helme, die von einem Fahrradladen aus Uetze zur Verfügung gestellt wurden. Arbeit, Beschäftigung, Kontakte und verkehrssichere Drahtesel bietet die Fahrradwerkstatt den Flüchtlingen in der Samtgemeinde Meinersen seit einem Jahr, „100 Räder haben wir seitdem ausgegeben“, nennen Dreskes eine stolze Zahl.

hik

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