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Meinersen Nach umstrittener Abschiebung: Familie kerht zurück
Gifhorn Meinersen Nach umstrittener Abschiebung: Familie kerht zurück
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00:19 09.01.2016
Flüchtlingswohnheim in Meinersen: Nach einer umstrittenen Abschiebung durch den Landkreis Gifhorn darf eine tschetschenische Familie zurück kommen. Quelle: Kottlick (Archiv)
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Meinersen

Im Dezember wurden sie vom Landkreis nach Russland abgeschoben - obwohl das Asylverfahren der dreiköpfigen tschetschenischen Familie, die vorher im Flüchtlingswohnheim in Meinersen lebte, noch gar nicht abgeschlossen war. Die Abreise sollte deshalb gestoppt werden, die Familie saß da aber bereits im Flugzeug. Jetzt sind Mutter, Tochter und Sohn zurück in Gifhorn. Sie möchten aber wieder in ihr vertrautes Umfeld nach Meinersen ziehen.

Laut Erster Kreisrätin Evelin Wißmann werden sie dennoch vorerst im Clausmoorhof in Gifhorn untergebracht, weil in Meinersen nur ein kleines Zimmer frei ist. Ein Raum in einer Größe von 9,3 Quadratmetern reicht laut Wißmann nicht aus, um drei Personen unterzubringen. „Sobald in Meinersen ein größeres Zimmer frei wird, kann die Familie dort einziehen“, signalisiert die Erste Kreisrätin.

Ellen Reck-Neumann, Lehrerin des 14-jährigen Mädchens, und Schulleiterin Frauke Heisterhagen hatten sich gleich nach Rückkehr der Familie für den Wieder-Einzug in Meinersen stark gemacht.

„Das Mädchen ist leistungstechnisch an der Spitze“, urteilt Reck-Neumann. Aktiv auch als Integrationslotsin, sagt die Lehrerin: „Wir sind kein Kuschelverein, aber hier geht es um das Wohlergehen der Kinder. Und die möchten zurück in ihr Umfeld, die Schule, die vertraute Umgebung.“

Laut Familienanwältin trägt der Landkreis die Rückreisekosten der Familie nach Deutschland. Informationen des NDR zufolge wird nun das Asylverfahren zu Ende geführt. Und: Die fehlerhafte Abschiebung könnte Konsequenzen haben, hieß es. Das niedersächsische Innenministerium prüfe den Vorgang, ebenso das UN-Flüchtlingskommissariat.

hik

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