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Meinersen Bei Ettenbüttel entstehen Stallungen für 280 Kühe
Gifhorn Meinersen Bei Ettenbüttel entstehen Stallungen für 280 Kühe
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00:20 28.10.2018
Projekt für 280 Milchkühe: Reinhard Müller (v.l.) und seine Söhne Simon und Claudius bauen Stallungen an der Verbindungsstraße zwischen Ettenbüttel und Meinersen. Quelle: Hilke Kottlick
Ettenbüttel

Kühe mögen frische Luft und Licht im Stall, viel Platz und Sand auf dem Boden, damit sie weich liegen und nicht ausrutschen. All das und noch viel mehr wollen Reinhard Müller und seine Söhne Simon (21) und Claudius (26) ihren Tieren in neuen Stallungen bieten. Die entstehen am Gemeindeverbindungsweg zwischen Ettenbüttel und Meinersen – 280 Milchkühe sollten dort Einzug halten.

Das Projekt liegt im Kostenrahmen von „drei Millionen Euro“, sagt der Familienvater. Förderung gibt es dabei auch – „für artgerechte Haltung“. Und während im vorderen Teil des Areals die Stallungen entstehen, wird im hinteren Bereich eine Silo-Anlage gebaut, „denn wir machen das Futter für unsere Tiere selbst“, erläutert der Ettenbütteler. So wird laut Müller unter anderem auch sichergestellt, „dass kein kontaminiertes Sickerwasser in den Boden gelangt“.

Generationenwechsel auf dem Hof Müller

Auf dem Hof in Ettenbüttel steht ein Generationenwechsel an. Seine Söhne Simon und Claudius steigen in den Betrieb ein. „140 Milchkühe braucht eine Familie, um davon leben zu können“, rechnet Müller vor und kommt somit auf die Zahl von 280 Tieren, die in den neuen Stallungen Einzug halten sollen.

Der Hof in Ettenbüttel, auf dem als zweiter Betriebszweig seit elf Jahren erfolgreich das Bauernhofeis vermarktet wird, ist mittlerweile 40 Jahre alt. Die Haltungsbedingen für die 120 Kühe dort entsprechen dem Ettenbütteler zufolge nicht mehr den optimalen Voraussetzungen. Müller möchte mehr Platz, Licht und Luft für die Tiere.

„Dort holen wir die Weide in den Stall“

Das sollen ihnen die neuen Stallungen bieten. Dort „holen wir die Weide in den Stall“, sagt Simon. Der 21-Jährige setzt sich ebenso wie sein Vater und sein Bruder Claudius für das Tierwohl ein.

„Wenn es den Kühen gut geht, geht es uns gut“, nennt Müller eine einfache Rechnung, denn: „Kühe, die sich wohl fühlen, sind gesünder, geben mehr Milch – und das wiederum ist wirtschaftlicher für den Bauern.“

Der alte Stall wird zum Kindergarten für die Kälber

Ziehen die 280 Milchkühe nach Fertigstellung in die neuen Stallungen ein, wird der alte Stall in Ettenbüttel weiterhin genutzt. Dort entsteht eine Kinderstube für die Jungtiere. Sie benötigen laut Müller noch nicht so viel Platz wie die ausgewachsenen Kühe und bleiben dort bis zum Alter von zwei Jahren, „denn erst dann geben sie Milch“.

Von Hilke Kottlick

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