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Meinersen Meinerserin feiert Weihnachten auf hoher See
Gifhorn Meinersen Meinerserin feiert Weihnachten auf hoher See
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20:00 23.12.2018
Arbeit auf der Aida: Die Meinerserin Lisann Hoefer gehört zum Team der Gästebetreuer auf dem Kreuzfahrtschiff Aidablu. Quelle: Brigitte Geiselhart
Meinersen

Mal für eine Zeit was ganz anderes machen – auf jeden Fall ins Ausland, und am liebsten gleich die ganze Welt sehen? Vielleicht für ein Jahr nach Australien, um dort mit dem Rucksack unterwegs zu sein? Lisann Hoefer aus Meinersen hat sich nach dem diesjährigen Abitur am Sibylla-Merian-Gymnasium für einen – wie sie selbst sagt – „etwas anderen Work & Travel Aufenthalt“ entschieden. An ihren strahlenden Augen erkennt man, dass sie für sich die richtige Entscheidung getroffen hat. Als Crewmitglied der Aida-Kreuzfahrtflotte bereist sie derzeit die Meere der Welt und darf fast jeden Tag in einem neuen Hafen aufwachen.

Lisann Hoefer gehört zum Team der Gästebetreuer

Mitte November 2018. Die Aidablu hat vom Mittelmeer kommend den Suez-Kanal passiert, liegt für zwei Tage in der jordanischen Hafenstadt Aqaba vor Anker, wird nach weiteren Seetagen den Oman erreichen und dann Kurs auf den Indischen Ozean nehmen. An Bord trifft man auch auf Lisann Hoefer, freilich nicht als eine der gut 2100 Kreuzfahrtgäste, sondern in beruflicher Mission. Als Mitglied der insgesamt 620-köpfigen internationalen Mannschaft gehört sie zum Team der Gästebetreuer und sorgt dafür, dass an Bord jede Menge Abwechslung angesagt ist. Vielleicht eine Runde Darts spielen oder doch lieber beim Volleyball sich manche Kalorie wieder abtrainieren? Shuffleboard oder beim Tanzkursus längst vergessene Fähigkeiten wieder ans Licht bringen? Langeweile kann also nicht aufkommen, weder bei den Gästen noch bei Lisann Hoefer. An An- und Abreisetagen heißt es, Bordpässe auszuteilen oder beim Auschecken behilflich zu sein, auch beim „Alpenglühen“ oder der „Mordsgaudi“ im bordeigenen Brauhaus ist ihre Präsenz gefragt. „Wir ergänzen uns prima im Team“, erzählt die junge Frau, die am 25. Oktober in Dubrovnik zugestiegen ist. „Ich bin derzeit noch das Küken – und bin froh, dass ich von den anderen so toll eingearbeitet werde.“

Erste Tourismus-Erfahrungen in Kärnten gesammelt

Lisann Hoefer hat viele Interessen und Hobbys. Schon als Kind hat sie Leichtathletik beim SV Ettenbüttel betrieben, später auch leidenschaftlich Hip Hop getanzt. Seit sie sieben Jahre alt war, nahm sie Klavierunterricht in der Musikschmiede Meinersen. Auch in der evangelischen Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde engagierte sie sich. Was in der Betreuung von Urlaubsgästen gefragt ist, das hat sie bei ihrem Onkel gelernt, der in Südkärnten eine Ferienanlage betreibt. „Ich habe dort in den Ferien bei Outdoor-Aktivitäten ausgeholfen, aber auch in der Spülküche, im Service oder hinter der Bar“, sagt die 18-Jährige. Erfahrungen, die ihr bei ihrer jetzigen Tätigkeit an Bord des Kreuzfahrtschiffes natürlich zugutekommen.

Besondere Weihnacht: Lisann Hoefer verbringt den Heiligen Abend irgendwo zwischen Madagaskar und Mauritius – an Bord der Aidablu. Quelle: Brigitte Geiselhart

„Ich habe mich vor dem Abi bei Aida beworben. In der Vorbereitung haben wir im Rahmen einer Basic Safety Woche in Hamburg viel über Theorie und Sicherheit gelernt“, erzählt Lisann Hoefer. „Auch, dass das Teamwork an Bord eine große Rolle spielt.“ Mit ihrer derzeit vergleichsweise beengten Wohnsituation kommt sie gut klar. „Ich teile mir eine Kabine mit einer Kollegin aus dem Shop-Bereich. Das funktioniert prima. Aber aufgrund der unterschiedlichen Schichtzeiten sieht man sich ohnehin selten“, sagt Lisann Hoefer.

So wird Weihnachten auf hoher See

Den Heiligen Abend wird die 18-Jährige auf See zwischen Madagaskar und Mauritius verbringen – und Silvester wird auf den Seychellen gefeiert. Dass es auch an Bord der Aidablu sehr festlich werden wird, der Kapitän seine Weihnachtsansprache hält, die Mannschaft noch etwas zusammenrückt und für die Gäste Weihnachtslieder in verschiedenen Sprachen singt, das hat sie schon von Kollegen erfahren. „Das familiäre Umfeld werde ich trotzdem vermissen“, blickt Lisann Hoefer ein wenig wehmütig voraus. „Auch das Krippenspiel, das Auspacken der Geschenke und das abendliche Fleischfondue – auch wenn ich selber Vegetarierin bin.“ Nach Hause geht’s für sie erst wieder am 29. Januar. Dann gibt’s endlich wieder die Gelegenheit, an der Oker zu spazieren und sich mit Familie und Freunden zu treffen. Was die Zukunft für sie bringen wird? „Vielleicht noch ein weiterer Vertrag bei Aida – und anschließend ein Beruf, bei dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Im Moment ist alles gut“, sagt Lisann Hoefer glücklich.

Von Brigitte Geiselhart

Sie kamen als Flüchtlinge aus Abidjan in Westafrika. Seit zwei Jahren leben die beiden Ivorer in Meinersen. Sie können sich gut verständigen. Sie berichten von Weihnachten in ihrer Heimat Elfenbeinküste. Dabei sagen beide: „Egal, ob Moslem, Christ oder Atheist -„für uns bedeutet Religion Respekt vor einander zu haben“.

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